Rainer Feit

Ostseebad Binz

Wahl der ersten Kirchenkreissynode

Freitag 23. März 2012 von Rainer Feit

Warum bewerbe ich mich für die Kreissynode ?

Der Glaube sollte im Alltag mehr gestärkt und den Menschen wieder näher gebracht werden. Die neue Kreissynode sollte daher näher an die einzelnen Menschen rücken und den Mitgliedern auch im Alltag eine starke Stütze sein und Halt bieten. Hierfür möchte ich mich als Christ einsetzen. Nächstenliebe muß Mittelpunkt des menschlichen Miteinanders und die Antriebsfeder für kirchliche Akteure sein. Hierzu gehört für mich stets auch ein Eintreten für die Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung und die Stärkung der Rechte der Schwächeren.

In der neuen Großkirche möchte ich mich besonders für die pommersche Identität einsetzen. Dazu gehören faire und transparente Finanzstrukturen, die es uns ermöglichen, unsere Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in Vorpommern dauerhaft zu erhalten und zu sanieren. Die Diakonie sollte bestmöglich unterstützt werden, denn in unserer kälter werdenden Welt sind kirchlich geführte Einrichtungen stets auch Orte der Nächstenliebe und des menschlichen Miteinanders. Doch müssen diese auch in den ländlichen Regionen aufrechterhalten und weiter betrieben werden.

Ein weiteres, zentral wichtiges, Anliegen stellt für mich die Unterstützung der Familien dar. Kirche hat hier eine sehr wichtige Aufgabe durch die Unterhaltung von diakonischen Einrichtungen besonders für unsere Jugend und die älteren Mitbürger. Hier sollten finanzielle Mittel verstärkt eingesetzt werden.

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Zeit mit Kindern lässt sich nicht nachholen!

Donnerstag 22. März 2012 von Rainer Feit

Gute Ansätze, aber auch deutliche Schwachstellen sieht der Deutsche Familienverband im am 14. März vorgestellten Achten Familienbericht. „Mit der ,Zeit für Familie‘ greift der Bericht das wichtigste Familienthema überhaupt auf. Eine zukunftsfähige Familienpolitik muss der Familie die Wahlfreiheit geben, über ihre Zeit souveräner zu entscheiden. Dafür ist vor allem eine familiengerechte Arbeitswelt gefordert, nicht die arbeitsplatzgerechte Familie. Bei allen guten Vorschlägen der Berichtskommission hätten wir uns deshalb viel mehr Mut gewünscht, die Zeitbedürfnisse der Familien auf Augenhöhe mit den Belangen der Wirtschaft zu berücksichtigen. Es fehlt noch immer das Bewusstsein, wie sehr Unternehmen von einer konsequent familienorientierten Politik profitieren“, so der Präsident des Verbandes Minister a.D. Klaus Zeh. Besonders problematisch ist für Zeh der Vorschlag der Kommission, die dreijährige gesetzl iche Elternzeit drastisch zu verkürzen: „Die Zeit mit kleinen Kindern lässt sich nicht einfach so nachholen. Kinder brauchen die Zeit ihrer Eltern ganz direkt, nicht irgendwann einmal, wenn es in den Terminkalender des Arbeitgebers passt. Der wichtigste Taktgeber für die Familienzeit ist das Kindeswohl. Ich begrüße deshalb ausdrücklich, dass die Bundesfamilienministerin diesem Vorschlag eine klare Absage erteilt hat“, so Zeh.
Unterstützung gibt es vom Deutschen Familienverband dagegen für die Forderung, auch jenseits der Elternzeit den Rechtsanspruch von Familien auf Teilzeitarbeit zu stärken. „Die Erziehungsaufgabe der Eltern hört nicht schlagartig mit dem dritten Geburtstag oder gar schon nach dem Elterngeldjahr auf. Auch ältere Kinder brauchen Eltern. Bislang unterscheidet das Teilzeit- und Befristungsgesetz nicht danach, aus welchem Grund Arbeitnehmer Teilzeit beantragen. Es macht gesellschaftlich aber einen enormen Unterschied, ob ich Zeit brauche, um mein Grundschulkind gut auf seinem Bildungsweg zu begleiten oder ob ich Zeit will, um mein Hobby zu betreiben“, unterstreicht Zeh den Vorstoß der Berichtskommission.
Dringenden Handlungsbedarf sieht der Deutsche Familienverband allerdings bei der finanziellen Flankierung von Erziehungsphasen. „Dieses Thema wird im Familienbericht völlig ausgeblendet. Aber ohne eine bessere Anerkennung der Erziehungsarbeit bleibt die Familienzeit die arme Schwester der Erwerbszeit. Wahlfreiheit setzt voraus, dass Familien sich die Zeit für Kinder auch leisten können“, fordert Verbandspräsident Klaus Zeh.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes vom 14.3.2012

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Kindereinträge im Reisepass der Eltern ab dem 26. Juni 2012 ungültig

Dienstag 20. März 2012 von Rainer Feit

Ab dem 26. Juni 2012 sind Kindereinträge im Reisepass der Eltern ungültig und berechtigen das Kind nicht mehr zum Grenzübertritt. Somit müssen ab diesem Tag alle Kinder (ab Geburt) bei Reisen ins Ausland über ein eigenes Reisedokument verfügen. Für die Eltern als Passinhaber bleibt das Dokument dagegen uneingeschränkt gültig.
Das Bundesinnenministerium empfiehlt den von der Änderung betroffenen Eltern, bei geplanten Auslandsreisen rechtzeitig neue Reisedokumente für die Kinder bei ihrer zuständigen Passbehörde zu beantragen. Als Reise-dokumente für Kinder stehen Kinderreisepässe, Reisepässe und – je nach Reiseziel – Personalausweise zur Verfügung.

Quelle : Bundesministerium des Innern

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Hände weg von Lauflernhilfen

Mittwoch 24. August 2011 von Rainer Feit

Aus aktuellem Anlass rät die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. erneut dazu, auf Lauflernhilfen zu verzichten. Ihre Verwendung birgt ein hohes Risiko: Unfälle mit diesen Geräten haben für Kleinkinder oft sehr ernste Verletzungen zur Folge. „Jeder dieser Unfälle wäre vermeidbar, wenn Eltern Lauflernhilfen erst gar nicht verwenden würden“, betont BAG Geschäftsführerin Martina Abel.
Vergangene Woche erlitt ein sieben Monate altes Baby einen Ertrinkungsunfall.

Ausgangspunkt war eine Lauflernhilfe mit weit auseinanderstehenden Beinen. Der große Abstand zwischen beiden Beinen verhinderte, dass das Gerät umstürzte, als das Kleine sich mit seinem Oberkörper hinunterbeugte und dabei mit dem Kopf in einen in der Nähe stehenden Wassereimer gelangte. Das Kind konnte sich nicht aus dieser Lage befreien und wäre beinahe ertrunken. Es hat zwar überlebt, erlitt aber eine massive Hirnschädigung und wird ein
Leben lang schwerstbehindert sein.
Schon seit Jahrzehnten ist bekannt, dass Lauflernhilfen Babys und Kleinkinder mehr gefährden als dass sie ihnen nützen. Die unter dem Namen „Gehfrei“, „Lauflernhilfe“ oder „Babywalker“ im Handel erhältlichen Produkte sind Plastikgestelle auf Rollen mit eingebautem Sitz. Die Kinder hängen in einer Art Hosengurt und stoßen sich mit den
Zehenspitzen vom Boden ab. Sie bewegen sich mit unnatürlich hoher Geschwindigkeit und kommen mit gefährlichen Gegenständen in Berührung. Das Laufen erlernen sie dabei nicht – im Gegenteil: Je häufiger sie in diese Geräte gestellt werden und damit durch die Wohnung fahren, desto empfindlicher wird ihre natürliche motorische Entwicklung gestört. „Lernlaufhilfen bieten ihnen Bewegungsmöglichkeiten, die zwar ihren Aktionsradius erweitern, aber natürliche Bewegungsabläufe und Lernprozesse stark einschränken. Außerdem unterschätzen erwachsene Aufsichtspersonen mögliche Gefahrenquellen, die durch den erweiterten Spielraum der Kleinkinder entstehen“, sagt Abel.
Lauflernhilfen sind sehr unfallträchtig und wurden deshalb zum Beispiel in Kanada vom Markt verbannt. In Deutschland dagegen werden Babys bereits ab dem Alter von sechs Monaten in die geräderten Plastikgestelle gesetzt. Schwere Unfälle sind damit unausweichlich: Oft stürzen die Kleinen mitsamt Lauflernhilfe über Türschwellen oder fallen Treppen hinunter. Kopfverletzungen – von Schürfwunden bis zu Schädelbrüchen – sind dabei die häufigste
Verletzungsfolge. In anderen Fällen erleiden die Kinder Verbrühungen, da sie durch die größere Reichweite im Babywalker an Tassen mit heißer Flüssigkeit oder an Küchengeräte gelangen. Die Kinder ziehen an Tischdecken oder an Kabeln von Wasserkochern, reißen sie herunter und übergießen sich. Auch Vergiftungsunfälle sind dokumentiert, bei denen Kinder über die Lauflernhilfe nach Medikamenten oder Zigaretten greifen konnten.
Der aktuelle Fall, bei dem ein weiterer Unfallmechanismus – das Ertrinken – in Zusammenhang mit Lauflernhilfen bekannt geworden ist, ist ein trauriges Beispiel dafür, dass Unfälle immer und überall passieren können. Manchmal geschehen sogar Dinge, die man sich vorher kaum vorstellen kann. Eltern sind dem aber nicht machtlos ausgeliefert. Diese Unfälle lassen sich ganz einfach ausschließen, indem Erwachsene zum Beispiel auf den Kauf von Produkten verzichten, die als unfallträchtig bekannt sind. Der Rat der BAG Mehr Sicherheit für Kinder lautet daher: „Hände weg von Lauflernhilfen!“

Quelle: Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder
e.V. vom 18.7.2011

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„Leid der Heimkinder in der DDR darf nicht unter den Tisch fallen“

Freitag 18. März 2011 von Rainer Feit

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, begrüßt den Beschluss der ostdeutschen Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU-Fraktion und der ostdeutschen Abgeordneten der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament von diesem Wochenende für ehemalige Heimkinder in Ost und West zu einer angemessenen Wiedergutmachung zu finden.
„Die schrecklichen Erfahrungen ostdeutscher Heimkinder und ihre besondere Ausprägung dürfen bei den wichtigen und richtigen Diskussionen zur Wiedergutmachung des Leids der Heimkinder in der alten Bundesrepublik nicht vergessen werden. Heimkinder in der ehemaligen DDR wurden doppelt zum Opfer: Die Heime waren ausführende Organe eines Unrechtsstaates und bedienten sich einer besonders rigiden Pädagogik. Dieses Leid dauerte
bis 1989 an“, so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

Am 19. Januar 2011 wurde der Abschlussbericht des Runden Tischs „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren in Westdeutschland“ unter Leitung von Antje Vollmer, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages a. D., dem Präsidenten des Deutschen Bundestages übergeben.
Entsprechend des Auftrags durch den Deutschen Bundestag beziehen sich die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen ausschließlich auf die Anerkennung des Leids der Betroffenen in Erziehungsheimen der alten Bundesrepublik. Die Mitglieder des Deutschen Bundestages, die Länder sowie die Träger der Heime beraten nun, wie die Empfehlungen des Runden Tischs umgesetzt werden können.
„Nun gilt es für den deutschen Bundestag aus den Ergebnissen des Runden Tischs Heimerziehung die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dabei ist mir besonders wichtig, dass die Beratung der Ergebnisse im Bundestag die Belange aller Opfergruppen in den Blick nimmt – auch wenn dies nicht Bestandteil des konkreten Auftrags des Bundestags war“, so Schröder.
Im vergangenen November hatten die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und die Bundesministerin der Justiz, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, den ehemaligen Jugendwerkhof Torgau besucht und sich dort über Fälle von Missbrauch und Misshandlungen in der ehemaligen DDR informiert.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

vom 14.3.2011

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Kinderrechte in die Verfassung!

Montag 21. Februar 2011 von Rainer Feit

Aktionsbündnis Kinderrechte: Kinderrechte in die Verfassung!

Das Aktionsbündnis Kinderrechte fordert eine explizite Verankerung der Kinderrechte in der deutschen Verfassung. Auf einem Symposium im Deutschen Bundestag riefen UNICEF, der Deutsche Kinderschutzbund, das Deutsche Kinderhilfswerk und die Deutsche Liga für das Kind gemeinsam dazu auf, die Rechtsposition von Kindern in unserer immer älter werdenden Gesellschaft zu stärken.
Unter der Schirmherrschaft der Kinderkommission des Deutschen Bundestages diskutierten am 14. Februar 2011 Experten aus Politik und Verwaltungen von Bund und Ländern sowie Vertreter von Fachorganisationen wie dem Deutsche Anwaltverein konkrete Vorschläge für eine entsprechende Ergänzung im Grundgesetz. Unterstützt wird die Initiative von mehr als 100 Organisationen und 50.000 Einzelpersonen aus ganz Deutschland.

Deutschland hat die UN-Konvention für die Rechte des Kindes 1992 ratifiziert. Die Kinderrechtskonvention sieht vor, die Rechte von Kindern bei allen sie betreffenden Entscheidungen vorrangig zu berücksichtigen. Doch in der Politik sowie in Verwaltungen und Behörden ist dies längst noch nicht gängige Praxis. Dies zeigt zum Beispiel die vom Verfassungsgericht angemahnte Neuberechnung der Hartz IV-Sätze für Kinder. Auch bei der Stadtplanung, bei der Jugendhilfe oder bei der Beteiligung gibt es Defizite. Die Aufnahme der Kinderrechte in das Grundgesetz würde ein Signal an die ganze Gesellschaft geben, Kinder als eigenständige Persönlichkeiten anzuerkennen und ihren Rechten in allen Bereichen Nachdruck zu verleihen.
Die Chancen hierfür sind nach Ansicht des Aktionsbündnisses Kinderrechte gestiegen. In vielen Bundesländern sind die Kinderrechte bereits in den Landesverfassungen integriert. Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat im Dezember 2010 die Landesregierung aufgefordert eine Bundesratsinitiative zu starten, um die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.
Auch die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag ausdrücklich vereinbart, die Kinderrechte zu stärken. Im Sommer 2010 hat die Bundesregierung zudem nach langem Drängen von Kinderrechtsorganisationen Vorbehalte zurückgenommen, die bei der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention hinterlegt worden waren. Diese bedeuteten eine unterschiedliche Behandlung von deutschen und ausländischen Kindern zum Beispiel beim Schulbesuch, bei der medizinischen Versorgung oder im Asylverfahren.

Trotz der Rücknahme der Vorbehalte sind die Benachteiligungen von Kindern ohne deutschen Pass nicht automatisch aufgehoben. Nach Auffassung des Aktionsbündnisses Kinderrechte müssen deshalb weitere Anpassungen im Ausländer-, Asyl- und Sozialrecht folgen.  In der Charta der Grundrechte der Europäischen Union sind die Rechte des Kindes ausdrücklich und in vollem Umfang enthalten (Art. 24).
„Die Frage lautet heute nicht länger ob die Kinderrechte ins Grundgesetz kommen, sondern wie“, sagte Anne Lütkes, Vorstandsmitglied von UNICEF Deutschland und Deutschem Kinderhilfswerk.  „Wir brauchen einen Perspektivwechsel in Deutschland hin zu den konkreten Bedürfnissen und Rechten der Kinder: auf besseren Schutz vor Armut und Gewalt, auf gute Förderung und mehr Beteiligung“, sagte Heinz Hilgers, Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes.  „Im internationalen Vergleich spielen die Kinderrechte in Deutschland immer noch eine
untergeordnete Rolle. Deutschland sollte sich ein Vorbild an der Europäischen Grundrechtecharta nehmen“, sagte Prof. Franz Resch, Präsident der Deutschen Liga für das Kind.

„Das Grundgesetz spiegelt zwar die Gesellschaft wider, wie sie ist. Es ist in seiner Erfolgsgeschichte aber auch immer Wegweiser in die Zukunft gewesen“, sagte Marlene Rupprecht, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, die die Schirmherrschaft über das Symposium übernommen hat. „Deshalb sollte das Wohlergehen der
Kinder Verfassungsrang bekommen.“

Quelle: Pressemeldung des Aktionsbündnisses Kinderrechte vom 14.2.2011

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Rücktritt & Austritt aus der CDU

Dienstag 16. November 2010 von Rainer Feit

Die unaufrichtige Art und Weise des Umganges miteinander in der C D U kann und will ich nicht mehr durch meine Mitgliedschaft in dieser Partei unterstützen, sondern trete von meinen Parteiämtern zurück und erkläre heute noch meinen sofortigen Austritt aus der C D U.

Die Dinge in der CDU laufen derzeit meines Erachtens in eine völlig falsche Richtung. Wer aufmuckt wird gemobbt und ausgegrenzt. Eine politische Diskussion findet in unserer Partei leider kaum noch statt. Dabei geschehen wirklich alarmierende Dinge um uns herum.

Beispielsweise wird durch den Gender Mainstreaming“ – Prozess unsere Gesellschaft derzeit völlig umgebaut. Doch wer weiß schon, was da genau geschieht? Die schwindelerregende Staatsverschuldung gefährdet längst den Euro und damit unseren Wohlstand. Keiner diskutiert mehr darüber. Die unauffällige Veränderung des Scheidungsfolgerechtes stellt letztlich den Bestand der Familie als Institution in unserer Gesellschaft in Frage. Die Abschaffung der Wehrpflicht auf leisen Sohlen hat ausgerechnet durch die CDU begonnen. Sie rüttelt an Grundfesten unserer Gewaltenteilung, usw. usw…

Doch auch hier auf Rügen kann man nur äußerst verwundert über die Entwicklung sein. Die Kreisgebietsreform ging mit deutlicher Mehrheit durch den Landtag.  Rügen soll im Großkreis „aufgehen“, und aus der OZ erfahren wir, dass der Inselname, ginge es nach der CDU, zukünftig überhaupt keine Erwähnung im Großkreisnamen mehr finden soll.

Stopp !! Rügen soll nicht einmal mehr erwähnt werden? Und dies im Namen der CDU? Davon habe ich weder als Mitglied, noch als Ortsvorsitzender, noch als Mitglied im Kreisvorstand bis dato jemals etwas gehört. Und nun werde ich durch die Zeitung hierüber informiert?  Das ist höchst undemokratisch.

Noch undemokratischer war jedoch zuvor das Verhalten unserer eigenen Landtagsabgeordneten. Zur Frage der Selbständigkeit gab es in unserer Partei immer wieder ganz klare Voten. Klare Beschlüsse in zahlreichen Mitgliederversammlungen auf Kreisebene, sowie auch eine ganz klare Beschlusslage im Kreisvorstand lassen an der überwältigenden Ablehnung der Reform durch die Basis keinen Zweifel aufkommen.

Einen Tag vor der Abstimmung im Landtag zur Kreisgebietsreform fand eine letzte Kreisvorstandssitzung auf Rügen statt. Während dieser erkundigten sich beide Landtagsabgeordneten Timm und Lenz nochmals ganz genau danach, welche Stellung die anderen Vorstandsmitglieder zur Kreisgebietsreform hätten. Die eindeutige Ablehnung nahezu des gesamten Vorstandes wurde von beiden mit der eindeutigen Aussage bekräftigt, sie würden im Landtag gegen die Reform stimmen. Dem war jedoch nicht so und das Verhalten der Beiden überraschte und entsetzte dann natürlich die Mitglieder des Kreisvorstandes. Die unverzügliche Klarstellung von Herrn Timm, dass dieses Verhalten “keinerlei Konsequenzen” haben werde zeigt deutlich, wie weit sich unsere Landtagsabgeordneten inzwischen vom Vorstand, der Basis, und vor allem von den Wählern entfernt haben.

Die enormen Probleme unseres Landes können mit diesem „Reförmchen“ ja nicht einmal ansatzweise gelöst werden. Denn dem Land M-V fehlen perspektivisch 1,5 Mrd. € jährlich. Durch die Reform werden nach der sehr optimistischen Prognose des Innenministers jedoch nur max. 8,5 Mio € jährlich eingespart. Zur Lösung unserer Zukunftsprobleme müsste viel, viel mehr über völlig neue Strukturen im Verwaltungsaufbau nachgedacht werden (Stichwort Funktionalrefom). Im Rahmen derartiger gründlicher Überlegungen kann sich durchaus herausstellen, dass die uns bekannte Landkreisverwaltung wegfällt.

Doch immer muss uns Insulanern das Recht eingeräumt werden, über die Dinge selber bestimmend und befinden zu können, die nur uns alleine treffen. Dieses historisch über Jahrhunderte gewachsene Recht unserer Selbstverwaltung wird uns im neuen Großkreis völlig entzogen. Wir müssen in unseren ureigensten Angelegenheiten zukünftig all das hinnehmen (und bezahlen), was eine Mehrheit von außerhalb der Insel für uns bestimmt. Dies ist nach Auffassung vieler Reformgegner auf der Insel Rügen höchst undemokratisch.

Rainer Feit

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Alarmierender Bewegungsmangel bei Kindern

Donnerstag 14. Oktober 2010 von Rainer Feit

Drei Viertel der Kinder im Alter von drei bis zehn Jahren spielen in Deutschland täglich im Freien. Mit zunehmendem Alter nimmt diese wichtige körperliche Betätigung jedoch ab. Über die Hälfte von ihnen treibt wenigstens einmal pro Woche Sport in einem Verein – aber auch dieser Anteil schwindet mit dem Alter.

Dies ergab die KiGGS Studie, die das Robert-Koch-Institut 2006 unter 17.641 Mädchen und Jungen erhoben hat. Erschwerend kommt hinzu, dass der Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen in der Woche und am Wochenende ansteigt. 57,1 Prozent aller Sieben- bis Zehnjährigen schauen mindestens eine Stunde fern, bei 6,2 Prozent sind es mindestens drei Stunden täglich. Es zeigt sich außerdem, dass Kinder mit niedrigem Sozialstatus und mit Migrationshintergrund etwa zwei bis dreimal seltener Sport machen als Kinder mit hohem Sozialstatus und ohne Migrationshintergrund. Kinder in den neuen Bundesländern sind zweimal seltener in der Woche sportlich aktiv als die gleichaltrigen Kinder in den alten Bundesländern.
Jedes Kind in Deutschland hat Anspruch auf neun kostenlose Vorsorgeuntersuchungen. Zwar findet dieses Früherkennungsprogramm, das sich in den letzten Jahren verbessert hat, eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Allerdings sinken auch hier die Zahlen – die Beteiligung an den einzelnen Untersuchungen nehmen mit zunehmendem Alter ab. Dagegen nehmen generell motorische und koordinative Auffälligkeiten, Haltungsschwächen und Muskelfunktionsstörungen zu. Daraus resultierende Beschwerden werden häufig mit überflüssigen Heil- und Hilfsmitteln gelöst, da nur wenige Kinder eine fachärztliche orthopädische Diagnose erhalten. Hier kann der rechtzeitige Gang zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie unnötigen Beschwerden vorbeugen und eventuell für unnötige Hilfsmittelversorgung einsparen.

Diese Entwicklung ist alarmierend. Denn Sport, Bewegung und präventive Maßnahmen in der Gesundheitsförderung sind unverzichtbare Bestandteile bei Kindern und Jugendlichen. Sie verhindern Krankheiten, auch mit Blick auf spätere Lebensjahre. Körperliche und sportliche Aktivität verbinden vor allem junge Menschen zudem mit Spaß, Spiel, Wohlbefinden und Kontakten mit anderen. In die nächste, junge Generation investiert der Bundesverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) daher mit dem bundesweiten Aktionstag „Zeigt her eure Füße“. Dieser findet am 10. November 2010 mit Orthopäden an Grundschulen statt. Er soll Kindern in einer interaktiven Lernatmosphäre und Übungen dazu verhelfen, wieder Spaß an Bewegung zu finden und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren. Der Aktionstag wird in Zukunft regelmäßig mit wechselnden orthopädischen Schwerpunkten abgehalten.

Quelle: Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie e.V. vom 8.10.2010

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Kampagne gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus

Freitag 1. Oktober 2010 von Rainer Feit

Rund zwei Millionen Kinder jährlich sind von sexueller Gewalt und Ausbeutung in Reiseländern betroffen. Deshalb startet am 27. September in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Aufklärungskampagne zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung im Tourismus. Getragen wird die gemeinsame Kampagne vom Bundesfamilienministerium, dem Bundeswirtschaftsministerium, dem Bundeskriminalamt, der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung (ECPAT) und dem Deutschen Reiseverband.
Auf einer Pressekonferenz in Berlin verdeutlichten Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, und Ernst Burgbacher, Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und Beauftragter der Bundesregierung für Mittelstand und Tourismus, die Unterstützung der

Bundesregierung für diese Initiative.  Staatssekretär Dr. Kues: „Mädchen und Jungen in Reiseländern haben genauso einen Anspruch auf Schutz wie unsere Kinder in Deutschland. Wir wollen erreichen, dass Reisende aufmerksam sind und Missbrauch verhindern, indem sie nicht wegschauen und Vorfälle der Polizei melden. Wer aktiv wird, kann dazu beitragen, dass sexuelle Gewalt an Kindern aufgedeckt und verhindert wird.“ Staatssekretär Burgbacher: „Reisende, die die Anonymität im Urlaubsland nutzen, um Kinder sexuell zu missbrauchen, begehen eine schwere Straftat. Dagegen müssen wir etwas tun. Ich begrüße das Engagement der Tourismusbranche bei diesem wichtigen Thema und hoffe, dass durch die Kampagne viele weitere Partner gewonnen werden.“
Die Kampagne beruht auf zwei Säulen: eine länderübergreifende Aufklärungskampagne im deutschsprachigen Raum, die sich direkt an Reisende richtet, unter anderem durch einen Filmspot. Die Einrichtung einer polizeilichen Meldeadresse in allen drei Ländern, an die sich Reisende wenden können. Der Filmspot „Witness – Zeuge“ soll in allen drei Ländern zum Beispiel auf Flughäfen und während des Fluges, in Bahnhöfen und in Hotels gezeigt werden. Botschaft des 45 Sekunden dauernden Spots ist: „Wir können sexuellen Missbrauch von Kindern verhindern, wenn wir nicht wegsehen.“ Am Ende des Filmes werden die Meldeadressen aller drei Länder im Internet eingeblendet. In Deutschland lautet die Adresse: stopp-missbrauch@bka.de Kooperationspartner der Aktion sind die jeweiligen Familien-, Justiz- und Wirtschaftsministerien der drei Länder, Nichtregierungsorganisationen und die nationalen Reiseverbände.

Die Bundesregierung unterstützt die Initiative nachhaltig. Der Aktionsplan der Bundesregierung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung aus dem Jahr 2003 soll mit konkreten Maßnahmen weiterentwickelt werden. Ein Handlungsschwerpunkt wird der Bereich der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus sein. Das Bundesfamilienministerium hat bereits in der Vergangenheit die Organisation ECPAT bei Schulungen vor Ort unterstützt. Bei den Schulungen werden ganz verschiedene Akteure im Tourismussektor – von Auszubildenden und Studierenden über Mitarbeiter und Führungskräfte – darüber informiert, wie sie Verantwortung gegenüber sexuell ausgebeuteten oder gefährdeten Kindern und Jugendlichen übernehmen können. In Zukunft sollen diese Fortbildungen nun auch gemeinsam mit der Schweiz und Österreich erfolgen. Laut UNICEF werden weltweit jährlich rund zwei Millionen Mädchen und Jungen Opfer von kommerzieller sexueller Ausbeutung.

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 27.9.2010

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Integration beginnt schon im Kindergarten

Freitag 1. Oktober 2010 von Rainer Feit

Mit der Einführung des Tages der Integration (25. September) im Jahr 2005 wurde diesem wichtigen Thema ein fester Platz in der öffentlichen Auseinandersetzung mit seinen Chancen und Problemen gewährt.  Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der jeder Einzelne seinen Beitrag leisten kann. Sie ist keine Einbahnstraße, sondern sie lebt von der Offenheit und den Bemühungen sowohl von Zuwanderern, als auch der Aufnahmegesellschaft.

Je früher die Integration einsetzt, desto besser. In den Kindertageseinrichtungen und Kindergärten werden hierfür die Grundlagen gelegt und die Weichen gestellt. Hier kommen Kinder aus den unterschiedlichen Kulturen spielerisch miteinander in Kontakt, so dass Vorurteile und Berührungsängste gar nicht erst entstehen. Entscheidend für eine gelingende Integration ist die frühkindliche Bildung und ein früher Spracherwerb, damit die Kinder aus Zuwandererfamilien gleichberechtigte Chancen in der Gesellschaft erhalten und an ihr teilhaben können. Dies müssen auch die Eltern erkennen und die angebotenen Möglichkeiten nutzen. In Westdeutschland besuchen nur 9 Prozent der unter Dreijährigen aus Migrantenfamilien eine Betreuungseinrichtung, während es mit annähernd 18 Prozent bei Kindern gleichen Alters ohne Migrationshintergrund fast doppelt so viele sind. Hieran wird deutlich, dass viele Kinder aus Migrationsfamilien mögliche Chancen für ihren sozialen Aufstieg erst verspätet wahrnehmen und damit den Integrationserfolg mühsamer erreichen.

Eckhard Pols, Vorsitzender der Kinderkommission erklärt: „Kinder sollen schon in jungen Jahren lernen, dass Menschen aus unterschiedlichen Ethnien keine Bedrohung sind, sondern eine Bereicherung. Multikulturalität ist Normalität.“

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundestages vom 24.9.2010

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