ZDF – Perle von Rügen : Das Ostseebad Binz
Montag 12. Mai 2008 von Rainer Feit
Heute abend (12.05.2008) wird ein Beitag über unser Ostseebad Binz gesendet, zu dem der folgende Begleittext beim ZDF ausgestrahlt wird :
Wenn das Wetter mitspielt, herrscht hier zuweilen ein fast mediterraner Flair: Ein kilometerlanger, feiner Sandstrand, eine elegante Flaniermeile, unzählige schneeweiße Jugendstilvillen, ein verwunschenes Jagdschloss und, mittendrin, ein nobles Hotel prägen das Bild von Binz auf Rügen. Die DDR-Vergangenheit mit gewerkschaftlich organisierten Ferienunterkünften in eintönigen Bettenbunkern ist entweder längst verschwunden – oder wurde am Ortsrand von großen Vollpensions-Hotelketten geschluckt und zeitgemäß aufgepeppt.
Zurückgekehrt ist der Charme eines kleinen Ortes, der schon zu Kaisers Zeiten die – seinerzeit eher wohlhabenden – Feriengäste in diesen Teil von Rügen lockte. Binz wirkt wie ein Magnet: Rund fast 400.000 Urlauber suchten im vergangenen Jahr hier Erholung und die Sommerfrische und gilt als der attraktivste Ort der Insel.
Viele Besucher haben vor allem ein Ziel: Die berühmte Seebrücke, die sich rund 370 Meter in die Bucht im so genannten “Prorer Wiek” schiebt. Gelegentlich kommt es vor, dass besonders Wagemutige – verbotenerweise – von hier in die Fluten springen. Wie wichtig dabei eine gut organisierte Wasserrettung ist, haben die Binzer leidvoll erfahren müssen. Als im Jahr 1913 die Seebrücke infolge einer Schiffskollision einstürzte und dabei 14 Menschen ertranken, fehlte jede Art von Hilfe. Ein Ereignis, das seinerzeit zur Gründung der Deutschen Lebensrettungs-gesellschaft, DLRG, führte, die heute die Strände nicht nur rund um Binz über-wacht.
Nichtschwimmern stand bislang eine ganz andere Attraktion an Land zur Verfügung: Binz ist nämlich einer der Halte- und Höhepunkte für den “rasenden Roland”, eine Schmalspurbahn, die in Binz Station macht. Durch einen Pächterwechsel war einige Zeit nicht klar, ob diese Attraktion auch 2008 wieder über Rügens Gleise dampfen würde. Mittlerweile sieht es so aus, als ob die Signale wieder auf “freie Fahrt” stehen. Ob zum Saisonstart aber alles nach Plan laufen wird?
Unverändert und allen wirtschaftlichen und klimatischen Veränderungen trotzend wirft der letzte Fischer von Binz allmorgendlich seine Netze aus: Jürgen Kruse, 44, liebt seinen Beruf und seine Heimat: “Hier in Binz bin ich zuhause. Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit meinem Holzboot um vier Uhr früh rauszufahren.” Ob es seine Kinder ebenfalls so sehen? Zumindest seinen jüngsten Sprössling hat er auf seiner Seite: Mit seinen sieben Jahren hilft er nur allzu gern dem Vater, die berühmte Osteeheringe zu fangen.
Binz auf Rügen: Ein Nizza des Nordens? Ein Biarritz der Ostsee? Irgendwie wäre man hier wahrscheinlich gerne alles gleichzeitig – und doch so unverwechselbar. So steht der Ort unter ständiger Veränderung, aber auch der Gefahr, dass irgendwann einmal alles zu mondän, zu groß, zu teuer wird. Der Film wirft einen unterhaltsamen Blick auf den kleinen Ort und seine Bewohner. Für sie ist Binz auf jeden Fall eines: eine Perle unter Deutschlands Seebädern!
Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag 12. Mai 2008 um 12:10 pm und abgelegt unter Allgemeines, Handel und Gewerbe, Tourismus. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Sie können einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.