Mittwoch 30. September 2009 von PresseSt
Riesenjubel brandete im Konrad-Adenauer-Haus auf, als Bundes- kanzlerin Angela Merkel am Sonntagabend das Foyer der Parteizentrale betrat. “Wir haben etwas Tolles geschafft”, rief die Kanzlerin in die begeisterten “Angie, Angie”-Rufe. “Wir haben es geschafft, unser Wahlziel zu erreichen, eine stabile Mehrheit in Deutschland zu schaffen in einer neuen Regierung aus CDU/CSU und FDP”, freute sich die CDU-Vorsitzende. Sie setze jetzt auf “schnelle, auf entschiedene Koalitionsverhandlungen”.
Bundeskanzlerin Angela Merkel “Mein Verständnis war es und mein Verständnis ist es, dass ich die Bundeskanzlerin aller Deutschen sein möchte”. Ausdrücklich dankte die Bundeskanzlerin den Wählerinnen und Wählern für ihre Stimme. Wörtlich sagte sie: “Mein Verständnis war es und mein Verständnis ist es, dass ich die Bundeskanzlerin aller Deutschen sein möchte”. In der kommenden Legislaturperiode werde sie hart dafür arbeiten, dass es unserem Land besser gehe.
Die CDU-Vorsitzende betonte, es sei in einer nicht einfachen Situation gelungen, diesen Regierungswechsel herbeizuführen. Die Union habe dies bislang noch nicht aus einer Großen Koalition heraus geschafft.
“Unser Anspruch heißt: Wir wollen Volkspartei bleiben, auch im 21. Jahrhundert”, sagte Merkel weiter. Die CDU wolle die große Volkspartei der Mitte bleiben, die sowohl die Interessen der Arbeitnehmer wie der Unternehmer vertrete.
Kategorie: Allgemeines, Christen in der Welt |
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Freitag 25. September 2009 von PresseSt
Die schulischen Leistungen von Jungen und Mädchen werden immer häufiger öffentlich diskutiert; dabei werden die Bildungserfolge der Mädchen den Misserfolgen der Jungen egenübergestellt. Das Bundesjugendkuratorium (BJK) durchleuchtet in seiner Stellungnahme den medialen und fachöffentlichen Diskurs zu bildungsbezogenen Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Es stellt fest, dass dabei die Differenzen nach Geschlecht innerhalb des Bildungssystems einseitig betrachtet werden.

Diese Debatte ist verkürzt, wenn sie vor allem das vermeintlich eindeutige schlechtere Abschneiden von Jungen im Bildungsbereich hervorhebt, ohne zu berücksichtigen, dass es umfassender um Geschlechterrollen und um eine Positionierung von Männern und Frauen in dieser Gesellschaft geht. Ferner weist das BJK darauf hin, dass man genauer die Übergänge zwischen Ausbildung, Studium und Beruf analysieren muss, um Bildungsungleichheiten zwischen Jungen und Mädchen präziser aufschlüsseln zu können.
„Die Rede von dummen und im Bildungssystem benachteiligten Jungen ist verkürzt und verfehlt das eigentliche Problem. Es geht um die Beseitigung von ungleich verteilten gesellschaftlichen Chancen“, erklärt die Vorsitzende des BJK Dr. Claudia Lücking-Michel. So stellt das BJK fest, dass sich zum Beispiel die schlechteren Schulleistungen von Jungen beim Übergang in den Beruf zuungunsten junger Frauen verschieben. Zudem ist es nicht zutreffend, die“ Jungen pauschal als Bildungsverlierer zu betrachten, da die Ergebnisse für die Jungen ein sehr heterogenes Bild abgeben, insbesondere wenn weitere Unterscheidungen nach Migrationsgeschichte und sozialer Herkunft berücksichtigt werden.
Im Zuge der aktuellen Debatte wird häufig als Lösung gefordert, das männliche Personal in unterschiedlichen pädagogischen Einrichtungen zu erhöhen. Gegenüber solchen kurzschlüssigen Empfehlungen regt das BJK an, vor allem über die damit erwarteten pädagogischen Inhalte nachzudenken, also welche Vorstellungen von Männlichkeit in diesen Rollen und Berufen repräsentiert werden sollen.
Zudem empfiehlt das BJK, die Konzepte subjektorientierter Förderung zu nutzen und
beispielsweise den Schulunterricht an diesem Prinzip auszurichten, um die ungleichen Chancen von Jungen und Mädchen zu überwinden. Auch sollten die Erfolge der Mädchenförderung und insbesondere die Erfahrungen der außerschulischen Bildung mit geschlechterbewussten Konzepten genutzt werden.
Wichtig für das BJK ist das genaue Hinsehen und das Aufbauen auf Erfahrungen mit einer für Mädchen und Jungen differenzierenden Pädagogik – statt einem auf Schlagworte verkürzten, undifferenzierten Aktionismus.
Die Stellungnahme erhalten Sie unter: www.bundesjugendkuratorium.de/positionen.html
Weitere Informationen: www.bundesjugendkuratorium.de
Quelle: Pressemitteilung des Bundesjugendkuratoriums vom 18.9.2009
Kategorie: Allgemeines, Jugend in Binz |
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Montag 14. September 2009 von PresseSt
Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweit erste Vernetzungsstelle für Fahrradtourismus- und Radverkehrsförderung.
“Fahrradfreundliche Hotels, Dienstleister und Anbieter werden hier beim Ausbau ihrer Angebote unterstützt”, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Freitag in Rostock zur Eröffnung des Büros. Das Rostocker Kontaktbüro dient als Anlaufstelle und wird
vom Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Mecklenburg-Vorpommern e.V. betrieben.
“Mecklenburg-Vorpommern setzt gezielt auf eine gut ausgebaute Infrastruktur und guten Service”, sagte Seidel. “Mit dem Projekt sollen neue fahrradfreundliche Gastbetriebe gewonnen, die Qualität weiter verbessert und die Radrouten im Land optimiert werden.” Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Tätigkeit mit einem Zuschuss von rund 30.000 Euro aus Mitteln des “Europäischen Sozialfonds” (ESF).
Von hier aus werden Betriebe und Schulen zur Förderung des Radfahrens beraten und Initiativen auf kommunaler Ebene vernetzt. “Der Ausbau des Radwegenetzes in Mecklenburg-Vorpommern ist die Hardware, hier wird an der Software für die effiziente Nutzung der Hardware gearbeitet”, sagte Seidel.
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit über 200 radfreundliche Gastbetriebe, sogenannte Bett & Bike-Betriebe. Diese Einrichtungen an den Radfern- oder Rundwegen bieten ffahrradfreundliche Unterkünfte und Dienstleistungen an und entsprechen den ADFC-Kriterien “Bett & Bike”. Die Liste der radlerfreundlichen und ADFC-zertifizierten Bett & Bike-Betriebe kann unter www.bettundbike.de/bundesland/mev eingesehen werden.
Für fast die Hälfte aller Deutschen zählt Fahrradfahren zu den beliebtesten Urlaubsaktivitäten. “Der Radtourismus ist mit geschätzten fünf Milliarden Euro Umsatz ein beträchtlicher Wirtschaftsfaktor in Deutschland”, sagte Seidel. “Jeder Radtourist gibt rund 70 Euro täglich aus, durchschnittlich wurden für eine Radreise 1.200 Euro ausgegeben.”
Insbesondere in ländlichen Regionen können Hotels und Pensionen von den Radtouristen
profitieren, wenn für die Gäste umfangreicher Service und Dienstleistungen rund ums Rad angeboten wird.
Mecklenburg-Vorpommern bietet derzeit sieben Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometer Länge und 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometer Länge. Die Radroutenplanung kann in Mecklenburg-Vorpommern interaktiv im Internet oder per CD erfolgen, Radurlauber können sich zudem per GPS-Navigation durchs Land leiten lassen. In den Ausbau der touristischen Radwege wurden in den letzten 15 Jahren bei einer Förderung von fast 90 Millionen Euro rund 130 Millionen Euro investiert.
Kategorie: Allgemeines, Handel und Gewerbe, Tourismus |
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