Freitag 29. Januar 2010 von PresseSt
UNICEF: Not der Kinder in Haiti überwältigend
Trotz massiver internationaler Hilfe ist die Not der Kinder in Haiti nach Einschätzung von UNICEF weiter überwältigend. Erste Fälle von lebensgefährlichen Infektionskrankheiten wie Tetanus und Masern sowie Durchfallerkrankungen werden aus Leogane berichtet. Um eine Masernepidemie zu verhindern, sollen ab 2. Februar mit Unterstützung von UNICEF 600.000 Kinder unter fünf Jahren geimpft werden. Die Kinder erhalten auch Vitamin-A-Tabletten zur Stärkung der Widerstandskraft.
Gemeinsam mit Partnern registriert UNICEF eine täglich wachsende Zahl unbegleiteter Kinder, bei denen nicht geklärt ist, wo sich Eltern oder Angehörige befinden. Darunter sind neugeborene Kinder, verletzte Kinder und Straßenkinder, die schon vor der Katastrophe kein richtiges zu Hause hatten. UNICEF hat bisher drei Schutzzentren in Port-au-Prince für bis zu 900 unbegleitete Kinder eingerichtet. Von dort aus wird auch die Suche nach Angehörigen organisiert. Im Erdbebengebiet sind vermutlich Tausende Kinder auf der Suche nach Angehörigen. Es wird noch Wochen dauern, bis das ganze Ausmaß dieses Problems erfasst ist.
Die Versorgung mit Wasser macht zwar Fortschritte – doch in den überfüllten und unhygienischen Notunterkünften wächst die Krankheitsgefahr. Es drohen lebensgefährliche Durchfallerkrankungen. Unter der Federführung von UNICEF erhalten derzeit täglich 300.000 Menschen Trinkwasser mit Tankwagen. In den Orten Leogane, Petit Goave und Grand Goave wurden Latrinen für 20.000 Menschen angelegt.
Insbesondere Kleinkinder sind von Unterernährung bedroht. Unterernährung verstärkt das Krankheitsrisiko und schädigt ihre gesamte Entwicklung. Zusammen mit dem Welternährungsprogramm hat UNICEF 22.000 Rationen Zusatznahrung in Lagern um Jacmel verteilt. In den kommenden Wochen muss die sichere Ernährung für rund 300.000 Kleinkinder unter zwei Jahren garantiert werden.
Krisenhelfer berichten zunehmend davon, dass viele Menschen durch die Katastrophe traumatisiert sind, darunter auch viele Kinder. UNICEF und seine Partner richten deshalb sichere Zonen in Lagern ein, wo Kinder ein Stück Normalität finden können. UNICEF setzt sich auch dafür ein, dass in den nicht unmittelbar betroffenen Gebieten die Schulen so rasch wie möglich wieder geöffnet werden.
UNICEF ruft weiter dringend zu Spenden auf: Spendenkonto 300 000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: Haiti, Spendentelefon: 0137-300 000
Ausführliche Informationen auf www.unicef.de
Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 28.1.2010
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Donnerstag 21. Januar 2010 von PresseSt
DLRG mahnt Eltern zur Wachsamkeit: 2009 sind 24 Vorschulkinder ertrunken
Im Jahr 2009 sind 24 Kinder im Vorschulalter ertrunken. Allein in sieben Fällen wurde der heimische
Gartenteich oder der Swimmingpool den Kleinen zum Verhängnis. Die Kinder waren nach Angaben der
Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alle im Alter von einem bis vier Jahren.
„Die Unfallanalysen belegen einmal mehr, dass Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern und
Erziehungsberechtigten häufig die Ursachen des Kleinkinderertrinkens sind. Sie müssen wissen, dass
selbst ein kleiner Teich mit wenigen Zentimetern Wassertiefe für die Kleinsten zur tödlichen
Bedrohung werden kann“, erklärt DLRG-Generalsekretär Ludger Schulte-Hülsmann. In den anderen 17
Fällen ertranken Kleinkinder in Gewässern in der Nähe der elterlichen Wohnung oder dem Schwimmbad.
Kleine Kinder werden vom Wasser magisch angezogen, deshalb empfehlen die Sicherheitsexperten der
DLRG, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten oder in der Nähe von Gewässern nicht aus den Augen zu
lassen. „Wachsamkeit ist in Gärten mit Teichen, Swimmingpools und angrenzenden natürlichen
Gewässern der beste Unfallschutz“, so der Generalsekretär weiter. Eine Reihe von Ländern propagiert
zur Vorbeugung sogar die rigorose Einzäunung dieser Gefahrenquellen.
Kleinkinder bedürfen der ständigen Aufsicht, damit sie sich nicht den Gefahren in ihrer Umgebung
aussetzen, die sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit noch nicht erkennen und
beherrschen können. Zur Abwehr dieser Gefahren ist zu allererst der Aufsichtspflichtige zuständig,
weil ein umfassender Schutz nur durch die lückenlose Beaufsichtigung der Kinder gewährleistet ist.
Eltern können aber noch mehr tun: In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG können die
Kleinsten in spielerischer Form frühzeitig wichtige Bewegungen und lebensrettende Verhaltensweisen
im Wasser erlernen, noch bevor sie richtig schwimmen können. Die DLRG bietet in vielen Städten und
Gemeinden Schwimmkurse für Kinder an, die von erfahrenen Ausbildern geleitet werden. In
Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner NIVEA führt die DLRG in Kindergärten zudem seit Jahren
Informationsveranstaltungen für Kinder und Eltern durch, um kindgerecht auf spielerische Art und
Weise frühzeitig über Wassergefahren aufzuklären und richtiges Verhalten bei Unfällen zu üben.
Quelle: ots-Originaltext: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft vom 29.4.2010
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Mittwoch 20. Januar 2010 von PresseSt
Im Irak sind erneut Angriffe auf Christen verübt worden. Dazu erklärt die Beauftragte der CDU/CSU-Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Ingrid Fischbach MdB:
Die jüngsten Anschläge gegen Angehörige der christlichen Minderheit sind besorgniserregend. Sie unterstreichen auf dramatische Weise, dass die Situation der Christen im Irak sich nicht gebessert hat und weiterhin unserer größten Aufmerksamkeit bedarf. Die internationale Staatengemeinschaft darf in ihrer Unterstützung der christlichen Minderheit im Irak nicht nachlassen.
Am vergangenen Wochenende ist ein Christ bei Feierlichkeiten zur Einführung des neuen Erzbischofs von Mossul getötet worden. Schon in den Wochen zuvor wurden gezielt Mitglieder christlicher Gemeinden getötet, entführt und Anschläge auf Kirchen im Nordirak verübt. Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gilt die Verpflichtung aus dem Koalitionsvertrag, in unseren auswärtigen Beziehungen gegen jegliche Benachteiligung aufgrund von Religion zu wenden, für diese Region daher in besonderem Maße.
Die europäische Union hatte sich 2008 nicht zuletzt dank des Engagements des damaligen Bundesinnenministers Dr. Wolfgang Schäuble auf die Aufnahme von 10 000 Flüchtlingen aus dem Irak geeinigt. Deutschland selbst hat 2500 Personen aus dem Irak aufgenommen.
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Montag 18. Januar 2010 von PresseSt
Obwohl zunehmend Hilfe in Haiti eintrifft, hat sich nach Einschätzung von UNICEF die Lage der Kinder weiter verschlechtert. Unzählige Verletzte und obdachlose Familien sind immer noch ohne medizinische Hilfe, Nahrung, Wasser und Schutz. Die Kinder sind jetzt besonders von Krankheiten wie Typhus und Cholera, Malaria und Dengue-Fieber bedroht.
„Jetzt kommt alles auf eine gute Koordination an. Trotzdem muss man damit rechnen, dass durch das Chaos und die Schäden die Hilfe nur langsam vorankommen kann“, sagte Rudi Tarneden, Sprecher von UNICEF Deutschland.
Den Vereinten Nationen kommt eine Schlüsselrolle bei der Koordination der Hilfe zu. Vom Krisenzentrum in der Nähe des Flughafens von Port-au-Prince organisieren Expertenteams den Einsatz.
UNICEF hat die Koordination der internationalen Hilfe im Bereich Wasser und Hygiene übernommen. Dies ist besonders wichtig, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Schon zu normalen Zeiten hat nur ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser.
UNICEF bringt per Schiff und Flugzeug große Mengen überlebenswichtiger Güter nach Haiti. Erste Transporte aus dem regionalen Warenlager in Panama sind bereits gestern eingetroffen. Weitere werden heute und am Wochenende ankommen.
UNICEF bereitet auch die Einrichtung von Schutzzonen für unbegleitete Kinder vor, in denen sie versorgt und von wo aus die Suche nach Angehörigen organisiert werden soll. Es muss dringend sichergestellt werden, dass unbegleitete Kinder, die sich auf den Straßen und in Parks aufhalten, nicht ausgebeutet werden oder Menschenhändlern in die Hände fallen.
Die Kinder im Erdbebengebiet stehen unter Schock. Viele haben erlebt, wie Eltern, Freunde oder Nachbarn verschüttet wurden. Sie sind weitgehend sich selbst überlassen. In den kommenden Wochen müssen Notschulen und Kinderzentren eingerichtet werden, um den Kindern Orientierung und seelische Unterstützung zu geben.
UNICEF ruft dringend zu Spenden für die Kinder in Haiti auf:
Konto: 300 000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: Haiti
Weitere Informationen auf www.unicef.de
Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 15.12010
Kategorie: Allgemeines, Christen in der Welt |
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Montag 11. Januar 2010 von PresseSt
Anlässlich des Mordes an sieben koptischen Christen in Nag Hammadi/Ägypten erklärt die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach MdB:
Das christliche Glaubensbekenntnis und die Ausübung der christlichen Religion sind in muslimischen Ländern mit der Gefahr für Leib und Leben verbunden. Die Ermordung sieben koptischer Christen an einem der höchsten christlichen Feiertage, an Weihnachten, ist erneuter grausamer Beweis für die Verfolgung der christlichen Minderheit in Ägypten.
Keinesfalls handelt es sich bei dem durch muslimische Fanatiker angerichteten Blutbad um ein überraschendes Ereignis. Dem Mord ging die Verwüstung und Plünderung der von Christen geführten Läden in der Ortschaft der Mordanschläge voraus. Die Diskriminierung der ägyptischen koptischen Christen wird sowohl von der muslimischen Mehrheit als auch von Seiten des Staates vehement betrieben. Unsere Solidarität gilt den Familien der Ermordeten, die bei dem Feuerüberfall ihr Leben verloren.
Das Ausmaß der Bedrohung der christlichen Minderheiten nimmt auch im Iran, in Saudi-Arabien, Indien, Pakistan und Nigeria zu. Die Vertreibung irakischer Christen insbesondere in und um Mossul entsetzt uns seit Jahren. Eine Verbesserung ihrer Situation ist nicht in Sicht. Von allen Glaubensgemeinschaften wird das Christentum weltweit am härtesten verfolgt.
Die Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU- Bundestagsfraktion wird sich vor dem Hintergrund dieser erneuten grausamen Tat an unschuldigen Christen weiterhin mit Nachdruck für das elementare Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit einsetzen. Das “C” in unserem Namen ist keine leere Formel, sondern das Bekenntnis zur Religion des Christentums.
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