Rainer Feit leitete mehrere Jahre das kreisliche Ordnungsamt auf Rügen und wurde dann, noch parteilos, zum stellvertretenden Landrat der Insel Rügen gewählt.
Ein Rückblick auf die beim Landkreis geleistete Arbeit:
Haushaltssituation hat sich stabilisiert
Als zuständiger Dezernent für Finanzen hat Rainer Feit über Jahre konsequent dafür gesorgt, die wenigen Haushaltsmittel, die dem Landkreis zur Verfügung standen, sparsam und effektiv einzusetzen. Die Arbeit am Haushaltsplan gehörte stets zu den Schwerpunktaufgaben in der Kämmerei. In den Jahren 2000 und 2001 war der Haushalt noch ausgeglichen. Danach musste jeweils ein Fehlbetrag ausgewiesen werden, der vor allem auf die mangelnde Finanzausstattung seitens des Landes zurückzuführen war. 2003 wurde ein Haushaltssicherungskonzept erarbeitet, das die Grundlage für die Konsolidierung der Kreisfinanzen bildet. Das Innenministerium hat das Rügener Konzept als bestes Konzept gewürdigt und als erstes Konzept im Land genehmigt. Hiemit gelang es, den Fehlbedarf im Zeitraum 2003 bis 2005 um 8,762 Mio. Euro zu reduzieren.
Immobilienmanagement mit Erfolg zusammen geführt
Positiv ausgewirkt hat sich die Zusammenführung aller Bereiche der Kreisverwaltung, die sich mit Immobilien beschäftigen. Auf Anregung von Rainer Feit wurden aus den verschiedenen Fachämtern die entsprechenden Mitarbeiter erst in einer Projektgruppe und ab 2001 als Sachgebiet in der Kämmerei zusammengeführt. Mit dieser Struktur wurde es möglich, die Arbeit effektiver zu gestalten. Erste Ergebnisse sind u.a. finanzielle Einsparungen in Höhe von rund 250.000 Euro und Kontinuität bei Sanierungsleistungen an kreiseigenen Immobilien.
Sehr gute Bedingungen für Feuerwehren geschaffen
Seit Beginn seiner Tätigkeit in der Kreisverwaltung war Rainer Feit für den Brandschutz zuständig und hat hier für eine erfolgreiche Entwicklung gesorgt. Gestützt auf die einheitliche Meinung der Fraktionen im Kreistag wurden wesentliche Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm für Feuerwehrgerätehäuser bzw. für den Erwerb von Löschfahrzeugen eingesetzt. Eine gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrverband erarbeitete Prioritätenliste bildete die Grundlage.
Für den Landkreis war der Bau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Bergen Mitte der 90er Jahre ein bedeutender Höhepunkt. Mit der Inbetriebnahme der Atemschutzübungsstrecke im Feuerwehrzentrum „Erich Tiedt“ ist es seit dem Jahr 2002 zudem möglich, die gesetzlich geforderte Atemschutzausbildung und -übung im Kreisgebiet sicherzustellen. So wurden insgesamt hervorragende Bedingungen für die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren geschaffen. Demnächst wird ein Gutachten vorgelegt, das Lösungen aufzeigt, wie künftig – mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung – der Brandschutz gewährleistet werden kann.
Für seine Leistungen im Brandschutzwesen wurde Rainer Feit 2003 mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Gold augezeichnet.
Katastrophenschutz im Landkreis aufgebaut
Ein weiteres „Steckenpferd“ von Rainer Feit war der Katastrophenschutz. Als langjähriger Leiter des Beraterstabes der Landrätin hat er die Strukturen des Rügener Katastrophenschutzes aufgebaut und für Kontinuität in der Ausbildung gesorgt. Partner und Mitstreiter aus zahlreichen Behörden und Institutionen hat er zusammen geführt, um für Notfälle im Kreisgebiet gewappnet zu sein.
Die Unterbringung von Technik und Ausrüstung des Katastrophenschutzes im Industriegebiet Bergen hat sich bewährt. Mit dem neuen Standort haben sich die Voraussetzungen für die Arbeit im Katastrophenschutz enorm verbessert. Auch die Möglichkeit der Nutzung von Schulungsräumen und sanitären Anlagen direkt am Technik-Standort wirkt sich positiv auf die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer aus.
Internationalen Ruf mit B7 gefestigt
Rügen hat unter Regie von Rainer Feit seinen internationalen Ruf weiter gefestigt. Ganz speziell im vergangenen Jahr, in dem Rügen die Präsidentschaft innerhalb der „B7“-Kooperation hatte, der neben Rügen die Inseln Gotland und Öland (Schweden), Hiiumaa und Saaremaa (Estland), Bornholm (Dänemark) und Aland (Finnland) angehören. B7 ist die internationale Interessenvertretung von rund 276.000 Einwohnern in fünf Staaten.
Für Rügen war das Präsidentschaftsjahr u.a. Anlass, Einwohner und Gäste mit dem Programm der Kooperation vertraut zu machen, die Inseln vorzustellen und diverse Veranstaltungen, wie zum Beispiel ein Internationales Musikschulkonzert im Theater Putbus, einen B7-Tag am Kap Arkona, ein B7-Camp für Schüler auf Mönchgut, eine gemeinsame Konferenz zum Tourismus auf der Insel Vilm und Ausstellungen, zu organisieren.
Durch die intensive Arbeit ist man auch in Berlin und bei der EU in Brüssel mehr denn je auf die B7 aufmerksam geworden. Die Verbesserung der Schiffssicherheit in der Ostsee, eine stärkere Unterstützung der Inseln und die bessere Nutzung von Strukturfonds waren beispielsweise Forderungen, mit denen die B7-Organisation in der EU-Zentrale besonders von sich reden gemacht hat.
Bürgerservice in Rotensee eingerichtet
Zu Jahresbeginn 2003 wurde im Verwaltungsgebäude in Bergen-Rotensee der Bürgerservice des Landkreises mit gesonderten Öffnungszeiten, u.a. mit Sprechtagen am Samstag, eingerichtet. Hier können neben Kfz-Zulassung und Führerscheinangelegenheiten viele weitere Dienstleistungen in Anspruch genommen werden. Im November 2003 wurde hier auch mit der Einführung der papierlosen Schriftgutverwaltung begonnen. Mit neuer Technik wurden alle Fahrzeug- und Halterakten elektronisch erfasst und archiviert. Auch der Bürgerservice gehörte zum Bereich des stellvertretenden Landrates Rainer Feit.
Fördermittel für Beräumung wilder Müllkippen eingeworben
Großes Augenmerk richtete Rainer Feit als zuständiger Umweltdezernent auf die Einwerbung von Fördermitteln für den Schutz und den Erhalt von Umwelt und Natur. Dazu zählten auch die Projekte zur Beräumung wilder Mülldeponien, die seit dem Jahr 2000 laufen. Gefördert wurden diese vom Land, dem Arbeitsamt und dem Versorgungsamt. Eigenanteile sind von den Eigentümern der vermüllten Flächen, wie z. B. Gemeinden, Landwirtschaftsbetrieben und sonstigen Unternehmen, zu tragen. Auch der Landkreis als entsorgungspflichtige Körperschaft trägt einen Eigenanteil. Zuwendungsfähig sind Müllverkippungen, für die sich kein Verursacher mehr ermitteln lässt. 2004 lief das Projekt auf Rügen bereits zum fünften Mal. Insgesamt wurden mehr als 60 vermüllte Standorte beseitigt. Der finanzielle Aufwand betrug ca. 632.000 Euro. Über 3.000 Tonnen Abfall kamen bislang zusammen.
Präventionsarbeit profiliert
Unter Regie von Rainer Feit wurde die Präventionsarbeit profiliert. Das jährliche „Offene Forum“ gehörte zu den wichtigsten Veranstaltungen im Rahmen der Präventionsarbeit. Die gut besuchten Veranstaltungen beschäftigten sich u.a. mit solchen Themen, wie Gewalt an Schulen, Verkehrssicherheit und Perspektiven für junge Rüganer.
In Zusammenarbeit mit dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung unterstützte der Kreispräventionsrat verschiedene Projekte von kommunalen Präventionsräten und freien Trägern.
Radwegenetz vervollständigt
Als stellvertretender Landrat war Rainer Feit zugleich auch Vorsitzender der AG Radwege. Hier hat er gemeinsam mit vielen Partnern Vorhaben im Bereich Radwege koordiniert und umgesetzt. Mit Hoteliers der Insel förderte er gezielt den Radtourismus. Die „Rügenrundtour“ wurde nicht nur als touristisches Produkt weiter entwickelt, sondern auch als Teilstrecke des Radfernweges Nr. 6 „Mecklenburger Seenplatte – Rügen“ ausgewiesen und in den Verlauf des Radfernweges Nr. 1 „Ostseeküstenradweg“ integriert. Weitere wichtige Ergebnisse waren u.a. die Übernahme von Patenschaften für die Kontrolle und Pflege von Radweg-Abschnitten, die Unterstützung des Projektes „Blaue Engel“ des Arndt-Gymnasiums, die Koordinierung der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Behörden, die Mitarbeit an der Übersichtskarte „Radfahren auf der Insel Rügen“, die Einwerbung von Fördermitteln, der Einsatz für Änderungen von Streckenverläufen mit hoher Verkehrsbelastung.
Rügener Rettungsdienst Spitze in MV
Dass alle am Rettungsdienst beteiligten Institutionen so hervorragend zusammen arbeiten, ist mit ein Verdienst von Rainer Feit. Ebenso, dass die Integrierte Leitstelle in ihrer jetzigen Struktur so gut funktioniert. Rügen konnte sich den Spitzenplatz in Mecklenburg-Vorpommern im Rettungsdienst erarbeiten. Das Ende Oktober 1998 für den Landkreis Rügen fertig gestellte Rettungsdienstgutachten wurde inzwischen fast vollständig umgesetzt. So wurde u.a. ein Netz von sieben ständig besetzten Rettungswachen aufgebaut, um die 10-Minuten-Hilfsfrist einhalten zu können. Mit der Übertragung der Durchführung des Rettungsdienstes einschließlich der Finanzverantwortung an den DRK-Kreisverband Rügen e. V. erhöhte sich die Wirtschaftlichkeit im Rettungsdienst. Letztendlich wurden damit im Interesse der Beitragszahler Einsparungen bei den Krankenkassen erzielt.
Für mehr Verkehrssicherheit gesorgt
Viel Raum in der Tätigkeit des ehemaligen stellvertretenden Landrates nahm das Thema Verkehrssicherheit ein. Auf seine Anregung hin wurde beispielsweise die AG Verkehrssicherheit gegründet.
Für Diskussionen sorgte seinerzeit die Installation der Schutzplanken an gefährlichen Straßenabschnitten auf Rügen. Rainer Feit hatte sich trotz Widerstände vehement für deren Einrichtung eingesetzt. Heute ist festzustellen, dass die Planken vielen Verkehrsteilnehmern das Leben rettete bzw. zur Vermeidung schwererer Unfälle (Rückgang ca. 70%) führten. Auch die sogenannten Starenkästen zur Geschwindigkeitsüberwachung wurden auf Initiative von Rainer Feit aufgebaut.
Durch die Betreuung eines ABM- bzw. SAM-Projektes in der Kreisverwaltung wurden Erkenntnisse gewonnen, wo kritische Punkte auf Schulwegen, vor Schulen oder auch im Umfeld touristischer Großanlagen vorhanden sind. In vielen Fällen führten diese Erkenntnisse zu veränderten Verkehrsbeschilderungen und Verkehrssicherungen.