Mittwoch 22. September 2010 von Rainer Feit
Mehr Kinder überleben: Kindersterblichkeitsrate seit 1990 um ein Drittel gesunken
Die weltweite Kindersterblichkeitsrate geht weiter zurück: Im Vergleich zu 1990 ist die Zahl der Kinder, die ihren fünften Geburtstag nicht erleben, um ein Drittel von jährlich 12,4 Millionen auf 8,1 Millionen (2009) gesunken. 1990 lag die Kindersterblichkeitsrate bei 89 Kindern von 1.000 Lebendgeburten; 2009 waren es 60 von 1.000. Das ist das Ergebnis einer neuen Schätzung der Vereinten Nationen, die UNICEF am 17. September weltweit veröffentlicht.
Die gute Nachricht ist, dass den neuen Schätzungen zufolge weltweit jeden Tag 12.000 Kinder weniger sterben als noch 1990. Dennoch geht die stille Tragödie in den ärmsten Ländern der Welt weiter. Jeden Tag sterben nach wie vor rund 22.000 Kinder unter fünf Jahren, etwa 70 Prozent davon bereits in ihrem ersten Lebensjahr. Haupttodesursachen sind vermeidbare oder behandelbare Krankheiten wie Durchfall oder Lungenentzündung.
Am 20. September beginnt in New York der Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen. Die Regierungen hatten in einem Aktionsplan versprochen, die Kindersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um zwei Drittel gegenüber dem Wert von 1990 zu senken.
Die Todesfälle von Kindern sind weltweit sehr ungleich verteilt. Rund die Hälfte entfiel im Jahr 2009 auf nur fünf Länder: Indien, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Pakistan und China. Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen und Kinder in ländlichen Gebieten tragen das höchste Risiko.
Am schlechtesten sind die Überlebenschancen nach wie vor im südlichen Afrika, wo eines von acht Kindern vor seinem fünften Geburtstag stirbt; in Südasien überlebt eines von 14 Kinder nicht.
Obwohl die Kindersterblichkeitsrate zwischen 1990 und 2009 schneller zurückgegangen ist als im Jahrzehnt davor, sinkt sie noch lange nicht schnell genug. Vor allem im südlichen Afrika, in Südasien und in Ozeanien kann mit der aktuellen Entwicklung das Millenniumsziel Nummer 4, die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, nicht erreicht werden.
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Samstag 4. September 2010 von PresseSt
Fahrradverkehr profitiert vom E-Bike-Boom
Radfahrer können mit mehr Unterstützung bei der Einführung von Elektrorädern rechnen. Im Gespräch mit ECF-Präsident Manfred Neun zeigte sich Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesververkehrs- ministerium, positiv überrascht, welchen Entwicklungsschritt die Elektrofahrräder bereits hinter sich haben. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung.
ECF-Präsident Neun erwartet von der Bundesregierung, dass sie in den nächsten zehn Jahren die Einführung von zehn Millionen Elektrofahrrädern unterstützt.
Dies sei wirkungsvoller, als sich ausschließlich auf die Förderung von einer Million Elektroautos zu konzentrieren. „Dieses Wachstum im Bereich Elektrofahrräder erfordert dann aber auch den Ausbau von öffentlichen Ladestationen, Mietradsystemen und mehr Platz im Straßenraum für alle Radfahrer,“ sagte Neun in Friedrichshafen.
Staatssekretär Bomba sieht die parallele Entwicklung aller elektrounterstützten Verkehrsmittel als den richtigen Weg. Die Fahrradindustrie präsentiere sich auf der Eurobike in Friedrichshafen hervorragend. Neun ermunterte Bomba, auch den innereuropäischen Wettbewerb beim Ausbau der Fahrradmobilität mit dem gleichen sportlichen Ehrgeiz zu unterstützen.
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Freitag 3. September 2010 von PresseSt
Als seit langem überfälligen Schritt bezeichnet der Deutsche Familienverband die Ankündigung der Bundesregierung, Klagen gegen Kinderlärm und Kindertagesstätten in Wohngebieten künftig zu erschweren. „Es ist eine Schande für die Gesellschaft, dass Kinderlachen und Spielgeräusche wie Maschinenlärm und Motorengedröhn als „schädliche Umwelteinwirkung“ im Sinne des Immissionsschutzrechts behandelt werden und dass landauf landab Kitas und Spielplätze hinter meterlangen Lärmschutzwänden verschwinden müssen oder gleich ganz geschlossen werden. Damit wird die Welt für unsere Kinder immer enger. Es gehört endlich in alle Köpfe und Herzen hinein: Kinderlachen und Kinderstimmen sind Zukunftsmusik, und ein Wohngebiet, in dem keine Kinder mehr zu hören sind, ist nicht lärmberuhigt, sondern tot“, so der Präsident des Verbandes Dr. Albin Nees.
Der Deutsche Familienverband weist jedoch darauf hin, dass die jetzige Gesetzesinitiative erst ein Anfang sein kann: „Vor allem Familien mit mehreren Kindern wissen aus leidvoller Erfahrung, dass viele Nachbarn nicht nur auf Kindertagesstätten allergisch reagieren, sondern auch auf spielende Kinder im Wohnhaus und in der Nachbarschaft. Kinder müssen überall das Recht haben, sich ihrem Alter gemäß zu bewegen und entfalten zu können – und das geht eben nicht immer mucksmäuschenstill ab. Ein Recht auf Bewegung und Entfaltung in ihrem Wohnumfeld haben übrigens auch Jugendliche. Deshalb gehören zum Beispiel auch Bolzplätze, die bislang wie große Sportanlagen behandelt werden und die viele am liebsten ganz an den Stadtrand abschieben würden, in ein Gesetzespaket und in die Wohngebiete hinein“, so Nees. „Ich bin mir sicher, dass Menschen, die vor Gericht gegen Kinder klagen, nicht böse und kinderfeindlich sind. Sie sind ganz einfach kindentwöhnt, weil es immer weniger Kinder in unseren Nachbarschaften gibt. Traurig, wenn hier nur Gesetze helfen, aber nicht zu ändern. Umso wichtiger ist es, Kinder samt ihrem Lachen, Schreien und Toben wieder in den Alltag zu bringen und mehr Menschen mehr Mut zu mehr Kindern zu machen, damit alle miteinander wieder die Freude am Lachen und an gegenseitiger Toleranz lernen“.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes vom 31.8.2010
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Montag 23. August 2010 von PresseSt
„Die Bildungschipkarte ist ein sinnvolles Instrument, benachteiligten Kindern die Teilnahme an Musikschulen und Sportvereinen zu ermöglichen“, betont Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes (DCV). Die Chipkarte wirke wie ein ergänzendes persönliches Budget, das arme Familien zweckgebunden für Teilhabeleistungen verwenden können. „Richtig umgesetzt, bevormundet sie arme Familien nicht, sondern erweitert ihre Entscheidungsmöglichkeiten.“, so Cremer. Die Chipkarte könne ein bedarfsgerechtes Sozialgeld für Kinder, wie es nun nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu berechnen ist, nur ergänzen, nicht ersetzen. Es gebe aber, so Cremer, Bildungsausgaben, die nicht sinnvoll durch das Sozialgeld für Kinder abgedeckt werden können, da dieses nur Durchschnittswerte enthalten könne. Nur ein Teil der Kinder brauche Nachhilfe, ein kleiner Betrag im Sozialgeld für alle Kinder nütze da nichts. Bei Bedarf müssten daher die Nachhilfe für arme Kinder von den Grundsicherungsstellen übernommen werden.
Gleiches gelte für das Mittagessen in Ganztagsschulen. Auch hier könne die Bezahlung über eine Chipkarte erfolgen.
„Die Erhöhung des Sozialgeldes für Kinder und die geplante Einführung einer Bildungschipkarte dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, mahnt Cremer. Beides sei nötig, um die Chancen benachteiligter Kinder zu stärken. Der DCV hat durch Berechnungen, die den Vorgaben des Verfassungsgerichts genügen, festgestellt, dass die Regelsätze für Kinder je nach Altersgruppe zwischen 21 und 42 Euro pro Monat angehoben werden müssen.
Die Position des DCV zu befähigenden Sachleistungen für Kinder aus Familien im SGB II-Bezug ist zu finden unter www.caritas.de/
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e. V. vom 17.8.2010
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Donnerstag 24. Juni 2010 von PresseSt
Das Jahr 2009 hat gezeigt, dass Deutschland auch dank der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz für die Herausforderungen gut gerüstet ist”, betonte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière heute in Bonn. Im Rahmen seines Besuches beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und beim Technischen Hilfswerk (THW) stellte der Bundesinnenminister die Jahresberichte 2009 der beiden Behörden der Öffentlichkeit vor.
Viel zu schnell gerieten die Leistungen der Freiwilligen in Vergessenheit. Daher sei es umso wichtiger, das Geleistete zu bilanzieren und darauf aufzubauen. “Gerade in Zeiten, in denen Katastrophen in weiter Ferne zu sein scheinen, ist man geneigt, die Bedrohungen zu verdrängen”, sagte der Minister. Während Brandenburg zum Beispiel bei den jüngsten Hochwassern glimpflich davon gekommen sei, sehe sich Polen einem der größten Hochwasser der vergangenen Jahre ausgesetzt.
Die ehrenamtlichen Kräfte des THW waren in 2009 fast 500.000 Stunden im Einsatz. Dabei ist besonders die Arbeit des THW an der Unglücksstelle des Kölner Stadtarchivs in Erinnerung geblieben. Rund um die Uhr suchten die Einsatzkräfte im März 2009 nach Verschütteten, bargen wertvolle Archivgüter und überwachten die einsturzgefährdeten Nachbargebäude. Auch die Wiederaufbauhilfe im italienischen Dorf Onna nach dem Erdbeben im April ist ein wichtiges Kapitel der THW-Geschichte - denn die Hilfe trug neben der Linderung der Erdbebenfolgen auch zur Versöhnung Deutschlands mit Onna bei, das im 2. Weltkrieg Opfer von Kriegsverbrechen der Wehrmacht wurde.
Die Förderung des Ehrenamtes war unter anderem ein Fokus der strategischen Ausrichtung des THW im Jahr 2009. In Zeiten von Wirtschaftskrise und kritischen Arbeitsmarktbedingungen setzte das THW auf Aus- und Fortbildungen, die neben erfolgreichen Einsätzen dazu beitragen, THW-Kräfte auch für ihre berufliche Tätigkeit weiterzuqualifizieren. Dies schafft sowohl Anreize für freiwillige Helferinnen und Helfer als auch für Arbeitgeber.
“Rund 600.000 Freiwillige engagieren sich bei den großen Hilfsorganisationen; rund 1,1 Millionen freiwillige Feuerwehrleute und rund 80.000 Freiwillige beim Technischen Hilfswerk kommen hinzu”, erklärte Bundesinnenminister Dr. de Maizière. “Auf all diese Menschen ist Verlass. Sie bilden das Rückgrat unseres Systems der nationalen Notfallvorsorge, um das uns weltweit viele Staaten beneiden.”
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Donnerstag 17. Juni 2010 von PresseSt
Der BdSt informiert über absurde EU Förderungen :
Die ersten EU-Mitgliedstaaten stehen vor dem Bankrott. Die EU zimmert einen gigantischen, 750 Milliarden Euro schweren Rettungsfonds. Doch gleichzeitig verteilt die EU-Kommission weiter munter Fördergelder für fast alles und jeden.
So zahlt die EU-Kommission in diesem Jahr 50.000 Euro für ein „Europäisches Hip Hop Laboratorium“. Dieses soll die Zusammenarbeit der europäischen Hip Hopper im professionellen und im Amateur-Bereich fördern.
81.000 Euro kostet die Förderung der kulturellen Betätigung von Insassen europäischer Gefängnisse. Man will mit dem Projekt verschiedene Aktivitäten finanzieren, damit die Öffentlichkeit die künstlerischen Werke von Gefangenen besser wahrnehmen kann. 200.000 Euro ist es der EU-Kommission wert, die Menschen über das „kreative und demokratische Potenzial“ von Handys aufzuklären.
Der Bund der Steuerzahler fordert, diese absurden Projekte nicht mit dem Geld der europäischen Steuerzahler zu finanzieren. In Zeiten leerer Kassen können die kna ppen Mittel sinnvoller eingesetzt werden.
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Donnerstag 3. Juni 2010 von PresseSt
Kinderkommission zum Weltspieletag am 28. Mai 2010 – „Achtung: laute(r) Kinder!“
Im Jahr 2000 haben die Vereinten Nationen den 28. Mai zum jährlichen Weltspieletag proklamiert. Seit 2006 gibt es zu diesem Anlass in Deutschland die unterschiedlichsten Spielaktionen und Veranstaltungen. Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages begrüßt die Verbreitung des Weltspieletages. Denn nach Artikel 31 der UN-Kinderrechtskonvention haben Kinder das Recht auf Ruhe und Freizeit, auf Spiel und altersgemäße Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.
Sein Ziel ist nicht nur, die Spielfreude von Kindern und Jugendlichen zu wecken und ihnen neue Spielmöglichkeiten vorzustellen, sondern Kinder und Erwachsene verschiedener sozialer Schichten sollen durch das gemeinsame Spielen auch einander näher gebracht werden.
So unterstützt die Kinderkommission die Aktionen zum Weltspieletag in Berlin zu dem Motto „Achtung: laute(r) Kinder!“ und wird sich mit einem Kommissionsmitglied daran beteiligen. Denn das Spiel ist eine wichtige Voraussetzung für Kinder, die Welt zu begreifen und eigene Fähigkeiten zu entwickeln – und dabei geht es auch mal lauter zu. Der Kinderkommission ist es daher weiterhin ein wichtiges Anliegen, kindgerechte Lebensräume zu schaffen bzw. zu erhalten.
Der Vorsitzende der Kinderkommission, Eckhard Pols, erklärt hierzu: „Das Spielen gehört zur Entwicklung eines jeden Kindes. Durch gemeinsames Spielen mit anderen Kindern und auch Eltern wird zugleich das Sozialverhalten bei Kindern entwickelt und gefördert.“
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundestags vom 27.5.2010
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Donnerstag 27. Mai 2010 von PresseSt
Die Grünen fordern in einem Antrag (17/1584) die Bundesregierung auf, sie solle auf europäischer Ebene darauf hinwirken, dass die Zusammenarbeit der Staaten bei einer „effektiven und rechtsstaatlich angemessenen“ Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern verbessert wird.
In diesen Zusammenhang müsse den Planungen der Europäischen Kommission entgegentreten werden, auf Internetsperrungen zurückzugreifen. Dies bezeichnet die Fraktion als „untaugliches und letztendlich kontraproduktives Instrument“. Es sei „entschieden abzulehnen“, wenn die EU-Kommission durch eine Richtlinie versuche, in den EU-Mitgliedstaaten ein Verfahren durchsetzen, dessen Wirkungslosigkeit „offensichtlich“ ist.
Quelle: heute im bundestag vom 12.5.2010
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Mittwoch 19. Mai 2010 von PresseSt
Wie bereits in den Vorjahren ist auch im Jahre 2009 die polizeilich registrierte Kriminalität rückläufig. Im Berichtszeitraum 2009 sind die Straftaten um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Insgesamt wurden 6.054.330 Straftaten registriert. Die Quote bei der Aufklärung von Straftaten liegt mit 55,6 % auf dem höchsten Stand seit Einführung der gesamtdeutschen PKS 1993.
Bundesinnenminister Dr. de Maizière erklärte dazu: “Weniger gemeldete Straftaten bei gleichzeitig steigender Aufklärungsquote – der positive Trend der Vorjahre hat sich auch 2009 fortgesetzt. Diese Erfolge wurden einmal mehr durch die hervorragende Arbeit unserer Polizei möglich. Mein ganz persönlicher Dank gilt deshalb vor allem den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Länder und des Bundes, die täglich mit großem Engagement einen oft schwierigen Dienst tun. Zu Recht gehört die Polizei zu den vertrauenswürdigsten Institutionen unseres Landes und genießt in der Bevölkerung nach wie vor ein hohes Ansehen. Besonders würdigen möchte ich an dieser Stelle auch die hervorragende Arbeit der Polizei im Bereich der Kriminalprävention. Mit dem Programm Polizeiliche Kriminal-prävention der Länder und des Bundes ist es gelungen, die Bevölkerung – und hier insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene – über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären.”
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Anzahl der Gewaltdelikte wider, die im Berichtszeitraum um 1,2 % auf 208.446 Straftaten zurückgegangen sind. Der Rückgang ist vor allem auf die Abnahme im Bereich der Raubdelikte zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr gingen diese um 1,2 Prozent auf 49.317 Straftaten zurück. Rückläufig entwickelte sich im Bereich der Gewaltkriminalität auch die Zahl der erfassten Fälle der gefährlichen und schweren Körperverletzung mit einem Minus von 1,3 % (149.301 Straftaten). Besonders signifikant ist – wie schon in den Vorjahren – der erneute Rückgang bei den jugendlichen Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Zurückgegangen sind in dieser Altersgruppe insbesondere die Anzahl der Tatverdächtigen bei der Gewaltkriminalität um fast 9 Prozent (2008: 43.574; 2009: 39.722) sowie bei der in der Gewaltkriminalität enthaltenen gefährlichen und schweren Körperverletzung um 9,4 Prozent (2008: 35.384; 2009: 32.072). Die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen bei Körperverletzungsdelikten ist um 7,2 % von 66.719 Fällen im Jahr 2008 auf 61.940 im Jahr 2009 zurückgegangen. Bei Sachbeschädigungsdelikten ist die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen um 10,1 % von 47.730 Delikten im Jahr 2008 auf 42.907 Delikte im Jahr 2009 gesunken.
Wie in den Vorjahren dominierten auch im Jahr 2009 die Diebstahlsdelikte mit einem Anteil von 38,7 Prozent das Kriminalitätsgeschehen. Gegenüber dem Vorjahr sind diese Straftaten um 4,0 Prozent auf 2.344.646 Fälle gesunken. Das sind die niedrigsten Fallzahlen seit Beginn der Erhebung einer gesamtdeutschen Statistik im Jahr 1993. Bei den Rauschgiftdelikten wurden ebenfalls erneut niedrigere Fallzahlen registriert. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % (von 239.951 auf 235.842 Fälle) zurückgegangen.
Weitere Zahlen und Informationen finden Sie in der kompletten Polizeilichen Kriminalstatistik 2009.
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Montag 3. Mai 2010 von PresseSt
DLRG mahnt Eltern zur Wachsamkeit: 2009 sind 24 Vorschulkinder ertrunken
Im Jahr 2009 sind 24 Kinder im Vorschulalter ertrunken. Allein in sieben Fällen wurde der heimische Gartenteich oder der Swimmingpool den Kleinen zum Verhängnis. Die Kinder waren nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alle im Alter von einem bis vier Jahren.
„Die Unfallanalysen belegen einmal mehr, dass Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern und Erziehungsberechtigten häufig die Ursachen des Kleinkinderertrinkens sind. Sie müssen wissen, dass selbst ein kleiner Teich mit wenigen Zentimetern Wassertiefe für die Kleinsten zur tödlichen Bedrohung werden kann“, erklärt DLRG-Generalsekretär Ludger Schulte-Hülsmann. In den anderen 17 Fällen ertranken Kleinkinder in Gewässern in der Nähe der elterlichen Wohnung oder dem Schwimmbad.
Kleine Kinder werden vom Wasser magisch angezogen, deshalb empfehlen die Sicherheitsexperten der DLRG, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten oder in der Nähe von Gewässern nicht aus den Augen zu lassen. „Wachsamkeit ist in Gärten mit Teichen, Swimmingpools und angrenzenden natürlichen Gewässern der beste Unfallschutz“, so der Generalsekretär weiter. Eine Reihe von Ländern propagiert zur Vorbeugung sogar die rigorose Einzäunung dieser Gefahrenquellen.
Kleinkinder bedürfen der ständigen Aufsicht, damit sie sich nicht den Gefahren in ihrer Umgebung aussetzen, die sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit noch nicht erkennen und beherrschen können. Zur Abwehr dieser Gefahren ist zu allererst der Aufsichtspflichtige zuständig, weil ein umfassender Schutz nur durch die lückenlose Beaufsichtigung der Kinder gewährleistet ist.
Eltern können aber noch mehr tun: In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG können die Kleinsten in spielerischer Form frühzeitig wichtige Bewegungen und lebensrettende Verhaltensweisen im Wasser erlernen, noch bevor sie richtig schwimmen können. Die DLRG bietet in vielen Städten und Gemeinden Schwimmkurse für Kinder an, die von erfahrenen Ausbildern geleitet werden. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner NIVEA führt die DLRG in Kindergärten zudem seit Jahren Informationsveranstaltungen für Kinder und Eltern durch, um kindgerecht auf spielerische Art und Weise frühzeitig über Wassergefahren aufzuklären und richtiges Verhalten bei Unfällen zu üben.
Quelle: ots-Originaltext: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft vom 29.4.2010
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