Rainer Feit

Ostseebad Binz

Archiv für die 'Christen in der Welt' Kategorie

Kindersterblichkeitsrate seit 1990 um ein Drittel gesunken

Mittwoch 22. September 2010 von Rainer Feit

Mehr Kinder überleben: Kindersterblichkeitsrate seit 1990 um ein Drittel gesunken

Die weltweite Kindersterblichkeitsrate geht weiter zurück: Im Vergleich zu 1990 ist die Zahl der Kinder, die ihren fünften Geburtstag nicht erleben, um ein Drittel von jährlich 12,4 Millionen auf 8,1 Millionen (2009) gesunken. 1990 lag die Kindersterblichkeitsrate bei 89 Kindern von 1.000 Lebendgeburten; 2009 waren es 60 von 1.000. Das ist das Ergebnis einer neuen Schätzung der Vereinten Nationen, die UNICEF am 17. September weltweit veröffentlicht.
Die gute Nachricht ist, dass den neuen Schätzungen zufolge weltweit jeden Tag 12.000 Kinder weniger sterben als noch 1990. Dennoch geht die stille Tragödie in den ärmsten Ländern der Welt weiter. Jeden Tag sterben nach wie vor rund 22.000 Kinder unter fünf Jahren, etwa 70 Prozent davon bereits in ihrem ersten Lebensjahr. Haupttodesursachen sind vermeidbare oder behandelbare Krankheiten wie Durchfall oder Lungenentzündung.
Am 20. September beginnt in New York der Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen. Die Regierungen hatten in einem Aktionsplan versprochen, die Kindersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um zwei Drittel gegenüber dem Wert von 1990 zu senken.
Die Todesfälle von Kindern sind weltweit sehr ungleich verteilt. Rund die Hälfte entfiel im Jahr 2009 auf nur fünf Länder: Indien, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Pakistan und China. Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen und Kinder in ländlichen Gebieten tragen das höchste Risiko.
Am schlechtesten sind die Überlebenschancen nach wie vor im südlichen Afrika, wo eines von acht Kindern vor seinem fünften Geburtstag stirbt; in Südasien überlebt eines von 14 Kinder nicht.
Obwohl die Kindersterblichkeitsrate zwischen 1990 und 2009 schneller zurückgegangen ist als im Jahrzehnt davor, sinkt sie noch lange nicht schnell genug. Vor allem im südlichen Afrika, in Südasien und in Ozeanien kann mit der aktuellen Entwicklung das Millenniumsziel Nummer 4, die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, nicht erreicht werden.

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Bildungschipkarte kann Wahlrechte befördern

Montag 23. August 2010 von PresseSt

„Die Bildungschipkarte ist ein sinnvolles Instrument, benachteiligten Kindern die Teilnahme an Musikschulen und Sportvereinen zu ermöglichen“, betont Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes (DCV). Die Chipkarte wirke wie ein ergänzendes persönliches Budget, das arme Familien zweckgebunden für Teilhabeleistungen verwenden können. „Richtig umgesetzt, bevormundet sie arme Familien nicht, sondern erweitert ihre Entscheidungsmöglichkeiten.“, so Cremer. Die Chipkarte könne ein bedarfsgerechtes Sozialgeld für Kinder, wie es nun nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts zu berechnen ist, nur ergänzen, nicht ersetzen. Es gebe aber, so Cremer, Bildungsausgaben, die nicht sinnvoll durch das Sozialgeld für Kinder abgedeckt werden können, da dieses nur Durchschnittswerte enthalten könne. Nur ein Teil der Kinder brauche Nachhilfe, ein kleiner Betrag im Sozialgeld für alle Kinder nütze da nichts. Bei Bedarf müssten daher die Nachhilfe für arme Kinder von den Grundsicherungsstellen übernommen werden.

Gleiches gelte für das Mittagessen in Ganztagsschulen. Auch hier könne die Bezahlung über eine Chipkarte erfolgen.

„Die Erhöhung des Sozialgeldes für Kinder und die geplante Einführung einer Bildungschipkarte dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, mahnt Cremer. Beides sei nötig, um die Chancen benachteiligter Kinder zu stärken. Der DCV hat durch Berechnungen, die den Vorgaben des Verfassungsgerichts genügen, festgestellt, dass die Regelsätze für Kinder je nach Altersgruppe zwischen 21 und 42 Euro pro Monat angehoben werden müssen.

Die Position des DCV zu befähigenden Sachleistungen für Kinder aus Familien im SGB II-Bezug ist zu finden unter www.caritas.de/

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Caritasverbandes e. V. vom 17.8.2010

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Aktionsbündnis Katastrophenhilfe in Haiti: Wiederaufbau mit den Ärmsten

Freitag 23. April 2010 von PresseSt

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe in Haiti: Wiederaufbau mit den Ärmsten
100 Tage nach dem verheerenden Erbeben fordern die im „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ zusammengeschlossenen vier großen deutschen Hilfswerke rasche Investitionen in den Aufbau verlässlicher Institutionen und politischer Strukturen in Haiti. Gleichzeitig muss das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe gestärkt werden. Alle Bereiche der Gesellschaft müssen in den Wiederaufbau einbezogen werden. Nur so können die Grundbedürfnisse der Bevölkerung nach medizinischer Versorgung, Ernährung und Bildung nachhaltig sichergestellt werden. Und nur so kann aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt werden, damit sich nicht wieder Wenige auf Kosten der Mehrheit durch Korruption und Misswirtschaft bereichern. Solidarität soll das Recht des Stärkeren ersetzen.
„Die weltweite Hilfe für Haiti hat das Leid nach dem Erdbeben gelindert und unzähligen Menschen das Leben gerettet“, erklärte Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. „Aber der Neuanfang ist mühsam und braucht einen langen Atem der internationalen Gemeinschaft“.
„Jetzt muss die Stunde der Haitianer kommen. Die heißt vor allem Bildung für alle Kinder und die Ausbildung einheimischer Kräfte“, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland.
„Wir müssen weiter Leben retten. Die Nothilfe ist dafür das geeignete Instrument. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt jedoch auch den Aufbau funktionierender Verwaltungen und Institutionen vorantreiben“, sagte Volker Gerdesmeier, Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe.
„Die Hilfe muss in die Zukunft weisen. Daher reicht es nicht, Gebäude und Straßen wiederaufzubauen. Es geht für die Haitianer auch darum, eine soziale Struktur zu errichten, in der das Miteinander und die Solidarität im Mittelpunkt stehen”, sagte Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Die im Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zusammengeschlossenen Hilfswerke haben in Deutschland insgesamt rund 71 Millionen Euro an Spenden für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Haiti gesammelt.
Diese Mittel haben dazu beigetragen, dass bislang Epidemien und Hunger verhindert werden konnten. Doch die Not und die Herausforderungen für die Hilfsorganisationen sind weiter groß: Über 1,3 Millionen Menschen leben in Hunderten Notlagern, viele unter unhygienischen und unsicheren Bedingungen. Die sozialen und medizinischen Einrichtungen funktionieren praktisch nur durch Hilfe aus dem Ausland. Die Regierung und öffentliche Verwaltungen sind nach wie vor nicht wirklich handlungsfähig. Ein Viertel der Mitarbeiter der Verwaltungen starb beim Erdbeben. Die Organisationen des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe arbeiten in allen Landesteilen. Aber die meisten Hilfsorganisationen konzentrieren sich immer noch auf den Großraum Port-au-Prince. Viele haben das Land bereits wieder verlassen. Die Ausbildung von nationalen Fachkräften läuft nur langsam an und muss dringend ausgeweitet werden. Riesige Mengen Schutt behindern die Einrichtung sicherer Lager. Landbesitzer müssen dazu gebracht werden, entsprechende Plätze f reizugeben. Es muss mit erheblichen Umweltrisiken gerechnet werden – durch Regenfälle, Erdrutsche und Stürme. Schwerpunkte der Organisationen des Aktionsbündnisses: Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe, Deutsches Rotes Kreuz und UNICEF arbeiteten über ihre Partnerorganisationen und lokalen Büros auch schon vor dem Erdbeben in Haiti. Unmittelbar nach der Katastrophe haben sie umfassende Nothilfeprogramme gestartet und versorgen die Bevölkerung mit Trinkwasser, Nahrung, medizinischer Hilfe und richten Notschulen ein.
Caritas International, das Hilfswerk der Deutschen Caritas, unterhält Gesundheitszentren, baut Schulen auf und versorgt Betroffene mit Lebensmitteln, Medikamenten und Trinkwasser. Partner der Hilfe sind die Gemeinden und Caritas-Einrichtungen vor Ort, um diejenigen zu erreichen, die sich nicht selbst helfen können: Alte, kranke und behinderte Menschen sowie Kinder. www.caritas-international.de
Das Deutsche Rote Kreuz betreibt in Carrefour ein mobiles Krankenhaus, in dem inzwischen 30.000 Behandlungen durchgeführt wurden. 400.000 Menschen haben Material zum Bau von Unterkünften erhalten. www.drk.de
Diakonie Katastrophenhilfe versorgt Zehntausende Menschen mit Medikamenten in Gesundheitsstationen, unterstützt und baut Kliniken im ländlichen Raum, verteilt Zelte und hilft den Menschen bei der Trümmerbeseitigung und beim Aufbau erdbebensicherer Häuser. Ebenso werden Programme zur Ernährungssicherung gefördert. www.diakonie-katastrophenhilfe.de
UNICEF koordiniert die internationale Hilfe in den Bereichen Wasserversorgung, Kinderernährung, Bildung und Kinderschutz. Über eine Million Menschen werden mit Trinkwasser versorgt. 700.000 Kinder erhalten Schulmaterial. www.unicef.de
Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnis Katastrophenhilfe vom 20.4.2010

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„Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010“

Freitag 23. April 2010 von PresseSt

„Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010“ vorgestellt
Immer mehr Unternehmen in Deutschland setzen auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie – und das trotz der Wirtschaftskrise. Fast 80 Prozent schätzen mittlerweile Familienfreundlichkeit als wichtig ein. Das sind deutlich mehr als noch 2006 (72 Prozent) oder gar 2003 (46 Prozent).
Dabei spielt neben der Unterstützung junger Eltern die Organisation von Pflege von Familienangehörigen zunehmend eine Rolle. Viele Unternehmen bieten hier individuelle Lösungen an. Zu diesen Ergebnissen kommt der „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010“, der am 21. April in Berlin anlässlich des Unternehmenstages „Erfolgsfaktor Familie“ von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder und DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann vorgestellt wurde. Die repräsentative Unternehmensbefragung, die das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) nach 2003 und 2006 jetzt zum dritten Mal durchgeführt hat, gibt Auskunft über den Stand der Familienfreundlichkeit der deutschen Wirtschaft.
„Familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind eine zentrale Voraussetzung für eine zukunftsfähige, innovative Wirtschaft“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Zeit für Verantwortung in der Familie und Zeit für qualifizierte Arbeit dürfen sich in unserer Gesellschaft nicht ausschließen. Der
Unternehmensmonitor zeigt ganz klar: Die Arbeitgeber haben erkannt, wie wichtig eine familienbewusste Personalpolitik für den langfristigen Erfolg des eigenen Unternehmens ist.

Deswegen unterstützen sie ihre Beschäftigten auch in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, so Bundesministerin Schröder. ” Schon heute, das zeigt die Umfrage, bietet jedes dritte Unternehmen Mitarbeitern konkrete Unterstützung bei der Pflege von Familienangehörigen an. Zum Beispiel durch Teilzeitangebote“,
betonte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflegeaufgaben wird uns künftig noch stärker beschäftigen. Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels ist das eine große Herausforderung für die Betriebe. Damit das gelingt, wollen wir unter anderem Best-Practice-Beispiele von Unternehmen bekannter machen.“
Bundesfamilienministerin Schröder und DIHK-Präsident Driftmann vereinbarten, die Kooperation für eine familienbewusste Arbeitswelt fortzusetzen und weiter auszubauen. Hierzu gehört auch die neue gemeinsame Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“: Sie soll die Arbeitgeber motivieren, mehr flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten.
Die wichtigsten Ergebnisse des Unternehmensmonitors 2010: Für knapp 60 Prozent sind familienfreundliche Angebote ein zentraler Bestandteil der Personalentwicklung. Fast jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) erwartet, dass das Thema Familienfreundlichkeit in den kommenden fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Trotz der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland erreicht die Familienfreundlichkeit der Unternehmen das hohe Niveau von 2006. Lediglich sieben Prozent der befragten Betriebe haben familienfreundliche Maßnahmen zurückgenommen oder verschoben. Immer mehr Unternehmen unterstützen ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege: In knapp 35 Prozent der Unternehmen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit – über die gesetzlichen Regelungen hinaus – unterbrechen, fast jedes elfte Unternehmen macht finanzielle oder anderweitige Angebote für die Inanspruchnahme eines Pflegedienstes oder einer Kurzzeitpflege.
Die Motive für die Einführung von familienfreundlichen Maßnahmen spiegeln wider, dass sich die Unternehmen der Bedeutung ihrer Beschäftigten für den Unternehmenserfolg sehr bewusst sind: Die wichtigsten Argumente sind „Qualifizierte Beschäftigte halten und gewinnen“ (93 Prozent),  „Arbeitszufriedenheit bzw. Produktivität erhöhen“ (93 Prozent bzw. 80 Prozent) und „aus der Elternzeit zurückkehrende Beschäftigte schnell integrieren“ (77 Prozent).
Weitere Informationen unter www.erfolgsfaktor-familie.de
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 21.4.2010

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Kindernothilfe in Chile

Dienstag 9. März 2010 von PresseSt

Die Kindernothilfe ist mit ihrer chilenischen Partnerorganisation ANIDE und einem  sechsköpfigen Team von erfahrenen Medizinern der humedica e.V. aus Kaufbeuren in den Süden Chiles unterwegs. Mit dabei haben sie 250 Kilogramm Notfallmedizin und Verbandsmaterial, um Kinder und Familien in den vom Erdbeben betroffenen Kindernothilfe-Projekten medizinisch zu versorgen. Die Kindernothilfe bittet um Spenden.
„Das Ausmaß der Zerstörung ist viel größer als befürchtet“, berichtet Kindernothilfe-Mitarbeiter Jürgen Schübelin. Zusammen mit dem renommierten katastrophenmediziner Professor Dr. Dr. Bernd Domres und seinem Team ist Jürgen Schübelin unterwegs nach Concepción. Hier liegen neun der insgesamt 24 Kindernothilfe-Projekte für rund 1.500 Kinder aus armen Familien. Die deutschen Helfer werden zunächst in einem Krankenhaus in Lota, in der Nähe von Concepción, eingesetzt. Mittlerweile liegen auch offizielle Einladungen mit der Bitte um Hilfe von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chiles (IELCH) vor.

Kindernothilfe und humedica wollen das Gesundheitsprogramm EPES der Kirche unterstützen.  Im Ort Talca etwa 600 Kilometer südlich von Santiago ist die Lage katastrophal. Ein Großteil der Gebäude und Häuser ist eingestürzt; Nahrungsmittel und Wasser sind knapp. Eine Schule der Kindernothilfe für Kinder mit Behinderungen ist glücklicherweise unbeschadet geblieben. Mitarbeiter des Projektes versuchen jetzt Kontakt zu den Kindern und ihren Familien
aufzunehmen.
Die Kindernothilfe arbeitet seit 1969 in Chile und fördert dort zusammen mit ihren Partnern  über 3.000 Kinder. Sie unterstützt Tagesstätten, Förder- und Rehabilitationsprogramme für Kinder mit Behinderungen sowie gemeinwesenorientierte Arbeit mit Familien in Armenvierteln.
Die Kindernothilfe ruft zu Spenden auf: Spenden unter dem Stichwort „Erdbeben Chile“,

Konto-Nummer: 880 990, KD Bank Dortmund, 350 601 90

Quelle: Presseinformation der Kindernothilfe vom 2.3.2010

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Not der Kinder in Haiti

Freitag 29. Januar 2010 von PresseSt

UNICEF: Not der Kinder in Haiti überwältigend
Trotz massiver internationaler Hilfe ist die Not der Kinder in Haiti nach Einschätzung von UNICEF weiter überwältigend. Erste Fälle von lebensgefährlichen Infektionskrankheiten wie Tetanus und Masern sowie Durchfallerkrankungen werden aus Leogane berichtet. Um eine Masernepidemie zu verhindern, sollen ab 2. Februar mit Unterstützung von UNICEF 600.000 Kinder unter fünf Jahren geimpft werden. Die Kinder erhalten auch Vitamin-A-Tabletten zur Stärkung der Widerstandskraft.
Gemeinsam mit Partnern registriert UNICEF eine täglich wachsende Zahl unbegleiteter Kinder, bei denen nicht geklärt ist, wo sich Eltern oder Angehörige befinden. Darunter sind neugeborene Kinder, verletzte Kinder und Straßenkinder, die schon vor der Katastrophe kein richtiges zu Hause hatten. UNICEF hat bisher drei Schutzzentren in Port-au-Prince für bis zu 900 unbegleitete Kinder eingerichtet. Von dort aus wird auch die Suche nach Angehörigen organisiert. Im Erdbebengebiet sind vermutlich Tausende Kinder auf der Suche nach Angehörigen. Es wird noch Wochen dauern, bis das ganze Ausmaß dieses Problems erfasst ist.
Die Versorgung mit Wasser macht zwar Fortschritte – doch in den überfüllten und unhygienischen Notunterkünften wächst die Krankheitsgefahr. Es drohen lebensgefährliche Durchfallerkrankungen. Unter der Federführung von UNICEF erhalten derzeit täglich 300.000 Menschen Trinkwasser mit Tankwagen. In den Orten Leogane, Petit Goave und Grand Goave wurden Latrinen für 20.000 Menschen angelegt.
Insbesondere Kleinkinder sind von Unterernährung bedroht. Unterernährung verstärkt das Krankheitsrisiko und schädigt ihre gesamte Entwicklung. Zusammen mit dem Welternährungsprogramm hat UNICEF 22.000 Rationen Zusatznahrung in Lagern um Jacmel verteilt. In den kommenden Wochen muss die sichere Ernährung für rund 300.000 Kleinkinder unter zwei Jahren garantiert werden.
Krisenhelfer berichten zunehmend davon, dass viele Menschen durch die Katastrophe traumatisiert sind, darunter auch viele Kinder. UNICEF und seine Partner richten deshalb sichere Zonen in Lagern ein, wo Kinder ein Stück Normalität finden können. UNICEF setzt sich auch dafür ein, dass in den nicht unmittelbar betroffenen Gebieten die Schulen so rasch wie möglich wieder geöffnet werden.
UNICEF ruft weiter dringend zu Spenden auf: Spendenkonto 300 000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: Haiti, Spendentelefon: 0137-300 000
Ausführliche Informationen auf www.unicef.de
Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 28.1.2010

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Christliche Minderheit im Irak darf nicht aus dem Blick geraten

Mittwoch 20. Januar 2010 von PresseSt

Im Irak sind erneut Angriffe auf Christen verübt worden. Dazu erklärt die Beauftragte der CDU/CSU-Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Ingrid Fischbach MdB:

Die jüngsten Anschläge gegen Angehörige der christlichen Minderheit sind besorgniserregend. Sie unterstreichen auf dramatische Weise, dass die Situation der Christen im Irak sich nicht gebessert hat und weiterhin unserer größten Aufmerksamkeit bedarf. Die internationale Staatengemeinschaft darf in ihrer Unterstützung der christlichen Minderheit im Irak nicht nachlassen.

Am vergangenen Wochenende ist ein Christ bei Feierlichkeiten zur Einführung des neuen Erzbischofs von Mossul getötet worden. Schon in den Wochen zuvor wurden gezielt Mitglieder christlicher Gemeinden getötet, entführt und Anschläge auf Kirchen im Nordirak verübt.  Für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion gilt die Verpflichtung aus dem Koalitionsvertrag, in unseren auswärtigen Beziehungen gegen jegliche Benachteiligung aufgrund von Religion zu wenden, für diese Region daher in besonderem Maße.

Die europäische Union hatte sich 2008 nicht zuletzt dank des Engagements des damaligen Bundesinnenministers Dr. Wolfgang Schäuble auf die Aufnahme von 10 000 Flüchtlingen aus dem Irak geeinigt. Deutschland selbst hat 2500 Personen aus dem Irak aufgenommen.

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Leid der Kinder auf Haiti wächst

Montag 18. Januar 2010 von PresseSt

Obwohl zunehmend Hilfe in Haiti eintrifft, hat sich nach Einschätzung von UNICEF die Lage der Kinder weiter verschlechtert. Unzählige Verletzte und obdachlose Familien sind immer noch ohne medizinische Hilfe, Nahrung, Wasser und Schutz. Die Kinder sind jetzt besonders von Krankheiten wie Typhus und Cholera, Malaria und Dengue-Fieber bedroht.
„Jetzt kommt alles auf eine gute Koordination an. Trotzdem muss man damit rechnen, dass durch das Chaos und die Schäden die Hilfe nur langsam vorankommen kann“, sagte Rudi Tarneden, Sprecher von UNICEF Deutschland.
Den Vereinten Nationen kommt eine Schlüsselrolle bei der Koordination der Hilfe zu. Vom Krisenzentrum in der Nähe des Flughafens von Port-au-Prince organisieren Expertenteams den Einsatz.
UNICEF hat die Koordination der internationalen Hilfe im Bereich Wasser und Hygiene übernommen. Dies ist besonders wichtig, um den Ausbruch von Seuchen zu verhindern. Schon zu normalen Zeiten hat nur ein Drittel der Bevölkerung Zugang zu sauberem Wasser.

UNICEF bringt per Schiff und Flugzeug große Mengen überlebenswichtiger Güter nach Haiti. Erste Transporte aus dem regionalen Warenlager in Panama sind bereits gestern eingetroffen. Weitere werden heute und am Wochenende ankommen.
UNICEF bereitet auch die Einrichtung von Schutzzonen für unbegleitete Kinder vor, in denen sie versorgt und von wo aus die Suche nach Angehörigen organisiert werden soll. Es muss dringend sichergestellt werden, dass unbegleitete Kinder, die sich auf den Straßen und in Parks aufhalten, nicht ausgebeutet werden oder Menschenhändlern in die Hände fallen.
Die Kinder im Erdbebengebiet stehen unter Schock. Viele haben erlebt, wie Eltern,   Freunde oder Nachbarn verschüttet wurden. Sie sind weitgehend sich selbst überlassen. In den kommenden Wochen müssen Notschulen und Kinderzentren eingerichtet werden, um den Kindern Orientierung und seelische Unterstützung zu geben.
UNICEF ruft dringend zu Spenden für die Kinder in Haiti auf:

Konto: 300 000, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort: Haiti

Weitere Informationen auf www.unicef.de
Quelle: Pressemitteilung von UNICEF vom 15.12010

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Christlichen Glauben mit dem Leben bezahlt

Montag 11. Januar 2010 von PresseSt

Anlässlich des Mordes an sieben koptischen Christen in Nag Hammadi/Ägypten erklärt die Sprecherin für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach MdB:

Das christliche Glaubensbekenntnis und die Ausübung der christlichen Religion sind in muslimischen Ländern mit der Gefahr für Leib und Leben verbunden. Die Ermordung sieben koptischer Christen an einem der höchsten christlichen Feiertage, an Weihnachten, ist erneuter grausamer Beweis für die Verfolgung der christlichen Minderheit in Ägypten.

Keinesfalls handelt es sich bei dem durch muslimische Fanatiker angerichteten Blutbad um ein überraschendes Ereignis. Dem Mord ging die Verwüstung und Plünderung der von Christen geführten Läden in der Ortschaft der Mordanschläge voraus. Die Diskriminierung der ägyptischen koptischen Christen wird sowohl von der muslimischen Mehrheit als auch von Seiten des Staates vehement betrieben. Unsere Solidarität gilt den Familien der Ermordeten, die bei dem Feuerüberfall ihr Leben verloren.

Das Ausmaß der Bedrohung der christlichen Minderheiten nimmt auch im Iran, in Saudi-Arabien, Indien, Pakistan und Nigeria zu. Die Vertreibung irakischer Christen insbesondere in und um Mossul entsetzt uns seit Jahren. Eine Verbesserung ihrer Situation ist nicht in Sicht. Von allen Glaubensgemeinschaften wird das Christentum weltweit am härtesten verfolgt.

Die Arbeitsgruppe Menschenrechte und Humanitäre Hilfe der CDU/CSU- Bundestagsfraktion wird sich vor dem Hintergrund dieser erneuten grausamen Tat an unschuldigen Christen weiterhin mit Nachdruck für das elementare Grund- und Menschenrecht der Religionsfreiheit einsetzen. Das “C” in unserem Namen ist keine leere Formel, sondern das Bekenntnis zur Religion des Christentums.

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Worum geht es genau beim christlichen Glauben?

Donnerstag 24. Dezember 2009 von PresseSt

Ein Glaube ganz anderer Art

Christlicher Glaube
Worum geht es genau beim christlichen Glauben?
Die nahende Advents- und Weihnachtszeit erinnert daran, wie es vor 2000 Jahren mit dem christlichen Glauben begann: Jesus, der Sohn Gottes, wurde Mensch und kam in einem kleinen Ort im Nahen Osten zur Welt. Der Sohn Gottes verkündete in den drei Jahren seines öffentlichen Wirkens die neue Herrschaft seines Vaters und ein neues Zeitalter. Er rief eine Herrschaft besonderer Art aus; eine, die auf Vergebung gegründet ist. Jesus, war der einzige, der als Gott Mensch wurde und nicht einer von den vielen Menschen, die Gott sein wollten.

Das Leben von Jesus steht am Anfang einer Religion. Karl Marx bezeichnete Religion als Opium; eine Droge, die die grässlichen Lebensverhältnisse irgendwie erträglich machen, aber auch eine wirkliche Veränderung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse unmöglich machen sollte. Heute steht Religion in unseren Breiten vor allem als ein Weg zu einer tiefen sinngebenden Selbstverwirklichung. Religion macht das Leben des modernen Menschen bedeutungsvoll und irgendwie vollständig.

Gott, der sich in drei Personen dem Menschen zuwendet es geht beim christlichen Glauben nicht um Gebote, es geht auch um kein Buch – es geht um einen Gott, der in drei Personen existent ist und sich in jeder Person dem Menschen zuwendet:
Gott-Vater, der die Menschen als seine Kinder aus ihrer Verlorenheit annimmt. Gott-Sohn, der als Mensch lebte und der Bruder aller Menschen ist, die ihn mit ihm leben wollen. Und Gott, der Heilige Geist, der nicht in Gebäuden, sondern im Herzen eines Menschen wohnt, der Gott vertraut.

Im Kern ist der Glaube ein Angebot zur Beziehung mit einem Gott, der im tiefsten seines Wesens selbst Beziehung und Gemeinschaft ist; nämlich das Miteinander von Gott-Vater, seinem einzigen, Mensch gewordenen Sohn Jesus und dem Heiligen Geist. Mit seiner Botschaft, dass nicht seine Lehre, nicht einmal die damals vorhandenen Schriften der Bibel, sondern er selbst der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, brachte er viele Gläubige seiner Zeit gegen sich auf. Ein Mann, der sich selbst als lebendiges Wasser und Brot bezeichnet, dass den inneren Durst und Hunger eines Menschen auf immer stillen kann und will, wenn ein Mensch ihn darum bittet.

Das Christentum – keine Religion?
Das Christentum ist die einzige Religion, bei der es im Kern nicht um Regeln, Rituale, Leistungen und auch nicht um Übungen geht – auch wenn es oft anders anmuten mag; und dieses schiefe Bild vermitteln nicht wenige Christen. Der christliche Glaube ist auf eine radikale Weise nicht im üblichen Sinn Religion.

Man könnte sogar vertreten, dass der Glaube an Jesus keine Religion ist. Jesus verkündete einen Glauben, der denkbar einfach ist. Ein Leben, das sich auf das Vertrauen in ihn gründet und keine komplizierte Lehre ist. Für manche gar unerträglich einfach, ja geradezu naiv; eben so einfach, dass es jedes Kind begreifen und danach leben kann. Jesus dampfte die unzähligen Vorschriften der Juden auf zwei denkbar einfache Gebote ein: “Du sollst den Herrn deinen Gott lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!” Und: “Liebe Deinen Mitmenschen wie dich selbst.” (Die Bibel, Matthäus, Kapitel 22, Verse 37 + 38)

Zwischen Kaufhausgedudel und Lebkuchen, Adventskerzen, Basaren und dem Stress der Feiertage sei an das wirklich Entscheidende erinnert: Der Sohn Gottes liess alle Vorzüge seines göttlichen Lebens zurück, um als Verkünder eines neuen Lebens zu wirken, das er jedem schenkt, der ihm folgt.

Autor: Norbert Abt

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