Rainer Feit

Ostseebad Binz

Archiv für die 'Jugend in Binz' Kategorie

Erfolg des Elterngeldes

Freitag 18. Dezember 2009 von PresseSt

Etat des Bundesfamilienministeriums soll 2010 auf 6,56 Milliarden Euro steigen

Das Bundeskabinett hat am 16. Dezember den Bundeshaushalt 2010 beschlossen. Für die Familienpolitik sind für das kommende Jahr Ausgaben von 6,56 Milliarden Euro vorgesehen. Dies bedeutet ein Plus von 413 Millionen Euro gegenüber dem bisherigen Finanzplan. Die Zunahme liegt im Wesentlichen im Bereich der gesetzlich festgelegten Familienleistungen, die gegenüber den Planungen um 395 Millionen Euro (rund acht Prozent) steigen sollen. Hauptgrund ist der Erfolg des Elterngeldes: Die Ausgaben dafür liegen 2010 305 Millionen Euro über den Planungen – dann bei 4,48 Milliarden Euro.
„Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten müssen wir Familien den Rücken stärken“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Köhler. „Abstriche an der Unterstützung für Familien darf es nicht geben – der Familienhaushalt 2010 setzt deshalb genau das richtige Signal. Besonders freut mich die wachsende Beliebtheit der Vätermonate beim Elterngeld. Weil immer mehr Väter die Möglichkeit nutzen, sich eine Zeitlang intensiv um ihre Kinder zu kümmern, muss ich beim Finanzminister mehr als 300 Millionen Euro zusätzlich beantragen. Das ist gut angelegtes Geld. Denn hier findet ein gewaltiger gesellschaftlicher Wandel statt, den wir durch genau dieses Geld erst ermöglichen. Wir sehen: Viele Väter wollen gerne mehr Zeit mit ihren kleinen Kindern verbringen. Sie wollen ihre Kinder eben nicht nur schlafend sehen, sondern auch mal den Alltag mit ihnen erleben“, so Köhler.

Der Bundeshaushalt 2010 soll im kommenden Januar in 1. Lesung im Bundestag behandelt werden.
Weitere Informationen zu den Leistungen und Angeboten des Bundesfamilienministeriums unter www.familien-wegweiser.de.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 16.12.2009

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Bürgerschaftliches Engagement vor Ort fördern

Mittwoch 4. November 2009 von PresseSt

Bürgerschaftliches Engagement vor Ort fördern

Zu dem Ziel der unionsgeführten Koalition, ehrenamtliches Engagement zu fördern, erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, dass die Städte und Gemeinden vom bürgerschaftlichen Engagement ihrer Bewohner leben. Die unionsgeführte Bundesregierung und die Unionsfraktion unterstützen die Aktivitäten der Kommunen und wollen das Ehrenamt vor Ort stärken.

Ehrenamtlich Engagierte müssen von unnötiger Bürokratie und Haftungsrisiken entlastet werden.  Wir wollen deshalb eine Nationale Engagementstrategie umsetzen und ein Gesetz zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements auf den Weg bringen.

Die bürgerliche Koalition hat sich darauf verständigt, die Freiwilligen in Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Rettungsdiensten und im THW dauerhaft zu unterstützen. Sie setzen sich unentgeltlich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen ein und sind Vorbilder unserer
Gesellschaft.

In vielen Kommunen wird bürgerschaftliches Engagement seit Jahren gefördert, koordiniert und öffentlich gewürdigt. Auch Bund und Länder müssen die Rahmenbedingungen zugunsten des Ehrenamts weiter verbessern. Auf Druck der Union wurden in der vergangenen Legislaturperiode der Übungsleiterfreibetrag und die Sportfördermittel angehoben. Dieser Weg wird nun systematisch und konsequent fortgesetzt.

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Jungen und Mädchen müssen gleichermaßen gefördert werden

Freitag 25. September 2009 von PresseSt

Die schulischen Leistungen von Jungen und Mädchen werden immer häufiger öffentlich diskutiert; dabei werden die Bildungserfolge der Mädchen den Misserfolgen der Jungen egenübergestellt. Das Bundesjugendkuratorium (BJK) durchleuchtet in seiner Stellungnahme den medialen und fachöffentlichen Diskurs zu bildungsbezogenen Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Es stellt fest, dass dabei die Differenzen nach Geschlecht innerhalb des Bildungssystems einseitig betrachtet werden.

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Diese Debatte ist verkürzt, wenn sie vor allem das vermeintlich eindeutige schlechtere Abschneiden von Jungen im Bildungsbereich hervorhebt, ohne zu berücksichtigen, dass es umfassender um Geschlechterrollen und um eine Positionierung von Männern und Frauen in dieser Gesellschaft geht. Ferner weist das BJK darauf hin, dass man genauer die Übergänge zwischen Ausbildung, Studium und Beruf analysieren muss, um Bildungsungleichheiten zwischen Jungen und Mädchen präziser aufschlüsseln zu können.
„Die Rede von dummen und im Bildungssystem benachteiligten Jungen ist verkürzt und verfehlt das eigentliche Problem. Es geht um die Beseitigung von ungleich verteilten gesellschaftlichen Chancen“, erklärt die Vorsitzende des BJK Dr. Claudia Lücking-Michel.   So stellt das BJK fest, dass sich zum Beispiel die schlechteren Schulleistungen von Jungen beim Übergang in den Beruf zuungunsten junger Frauen verschieben. Zudem ist es nicht zutreffend, die“ Jungen pauschal als Bildungsverlierer zu betrachten, da die Ergebnisse für die Jungen ein sehr heterogenes Bild abgeben, insbesondere wenn weitere Unterscheidungen nach Migrationsgeschichte und sozialer Herkunft berücksichtigt werden.
Im Zuge der aktuellen Debatte wird häufig als Lösung gefordert, das männliche Personal in unterschiedlichen pädagogischen Einrichtungen zu erhöhen. Gegenüber solchen kurzschlüssigen Empfehlungen regt das BJK an, vor allem über die damit erwarteten pädagogischen Inhalte nachzudenken, also welche Vorstellungen von Männlichkeit in diesen Rollen und Berufen repräsentiert werden sollen.
Zudem empfiehlt das BJK, die Konzepte subjektorientierter Förderung zu nutzen und
beispielsweise den Schulunterricht an diesem Prinzip auszurichten, um die ungleichen Chancen von Jungen und Mädchen zu überwinden. Auch sollten die Erfolge der Mädchenförderung und insbesondere die Erfahrungen der außerschulischen Bildung mit geschlechterbewussten Konzepten genutzt werden.
Wichtig für das BJK ist das genaue Hinsehen und das Aufbauen auf Erfahrungen mit einer für Mädchen und Jungen differenzierenden Pädagogik – statt einem auf Schlagworte verkürzten, undifferenzierten Aktionismus.
Die Stellungnahme erhalten Sie unter: www.bundesjugendkuratorium.de/positionen.html
Weitere Informationen: www.bundesjugendkuratorium.de
Quelle: Pressemitteilung des Bundesjugendkuratoriums vom 18.9.2009

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Bereits 16 Vorschulkinder ertrunken: DLRG mahnt Eltern zur Wachsamkeit

Freitag 31. Juli 2009 von PresseSt

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In diesem Jahr sind bereits 16 Kleinkinder im Alter bis zu fünf Jahren ertrunken. Zur Jahreshälfte liegt die Opferzahl der Vorschulkinder bereits um drei über der des gesamten Vorjahres. Allein in sechs Fällen wurde der heimische Gartenteich, der Swimmingpool in Nachbars Garten und sogar ein aufgestautes Wehr auf dem elterlichen Grundstück zur tödlichen Falle. Die Kinder waren im Alter von ein bis vier Jahren. Diese Zahlen gab der Generalsekretär der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ludger Schulte-Hülsmann, jetzt bekannt.
„Unfallanalysen belegen einmal mehr, dass Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern und Erziehungsberechtigten in vielen Fällen die Ursachen des Kleinkinderertrinkens sind. Sie müssen wissen, dass selbst ein kleiner Teich mit wenigen Zentimetern Wassertiefe für die Kleinsten zur tödlichen Bedrohung werden kann“, warnt Ludger Schulte-Hülsmann. Er rät allen Eltern zu Wachsamkeit und Vorsicht.
Kleine Kinder werden vom Wasser magisch angezogen, deshalb empfehlen die Sicherheitsexperten der DLRG, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten nicht aus den Augen zu lassen. „Wachsamkeit ist in Gärten mit Teichen, Swimmingpools und anderen Wasseranlagen der beste Unfallschutz“, so der Generalsekretär weiter. Eine Reihe von Ländern propagiert zur Vorbeugung sogar die rigorose Einzäunung dieser Gefahrenquellen.
Kleinkinder bedürfen der ständigen Aufsicht, damit sie sich nicht den Gefahren in ihrer Umgebung aussetzen, die sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit noch nicht erkennen und beherrschen können. Zur Abwehr dieser Gefahren ist zu allererst der
Aufsichtspflichtige zuständig, weil ein umfassender Schutz nur durch eine Beaufsichtigung, die lückenlos erfolgen muss, gewährleistet ist.
Die weiteren Todesfälle dieses Jahres zeigen, dass auch der nahegelegene Bach, See, Teich oder Kanal für diese Altersgruppe lebensgefährlich sind.  Eltern können aber noch mehr tun: In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG können die Kleinsten in spielerischer Form frühzeitig wichtige Bewegungen und lebensrettende Verhaltensweisen im Wasser erlernen, noch bevor sie richtig schwimmen können. Die DLRG bietet in vielen Städten und Gemeinden Schwimmkurse für Kinder an, die von erfahrenen Ausbildern geleitet werden. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner NIVEA führt die DLRG in Kindergärten zudem seit Jahren Informationsveranstaltungen für Kinder und Eltern durch, um kindgerecht auf spielerische Art und Weise frühzeitig über Wassergefahren aufzuklären und richtiges Verhalten bei Unfällen zu üben.

Quelle: ots-Originaltext: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft vom 29.7.2009

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Schon Grundschüler häufig online

Freitag 17. Juli 2009 von PresseSt

In Deutschland sind heute bereits die meisten Grundschüler häufig online: 71 Prozent der Sieben- bis Zehnjährigen nutzen das Internet, wenn im Haushalt ihrer Eltern ein Anschluss vorhanden ist. Das geht aus einer Studie des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) hervor, die am 7. Juli in Berlin vorgestellt wurde. Damit Kinder und Jugendliche das Potenzial des Internets voll ausschöpfen und Risiken weitestgehend vermeiden können, haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und BITKOM Empfehlungen zum Jugendschutz im Internet ausgesprochen.
„Gemeinsam sind Eltern, Schulen, Politik und Wirtschaft für die Medienerziehung junger
Menschen verantwortlich. Es gibt viele Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche, das Internet  Altersgerecht zu nutzen – wir brauchen aber mehr Aufklärung.  Das Web gehört fest zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen. Umso wichtiger ist es, die Bedürfnisse der jüngsten Surfer zu kennen und kindgerechte Angebote zu fördern. Die Studienergebnisse zeigen: Die Mehrzahl der Eltern ist sich der Herausforderung Internet
bewusst. Es gibt aber noch Nachholbedarf, und das liegt vor allem an fehlendem Know-how“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer.
„Die Entwicklung der neuen Medien ist atemberaubend. Für die meisten Kinder und Jugendlichen gehört das Internet heute ganz selbstverständlich zum Alltag, sie chatten mit Freunden, surfen, bloggen, spielen und recherchieren für ihre Hausaufgaben. Aber es gibt auch neue Gefahren. Deswegen ist es eine gemeinsame Aufgabe der Wirtschaft, der Communitys und uns als Gesellschaft, immer wieder neue Antworten zu finden, damit die Risiken nicht die großen Chancen des Internets überlagern. Es muss unser gemeinsames Anliegen sein, dass der Jugendschutz nicht im Cyberspace abgehängt wird“, sagt Bundesfamilienministerin Ursula von ser Leyen.
Von den 11- bis 14-Jährigen nutzen 93 Prozent einen vorhandenen Internetzugang im Elternhaus, im Alter von 15 bis 17 Jahren sind es sogar 99 Prozent. Kinder und Jugendliche nutzen das Web 2.0 besonders intensiv, geht aus den BITKOM-Ergebnissen hervor. Interaktive Onlinedienste zum Austausch mit Gleichgesinnten oder zur Präsentation eigener Inhalte stehen hoch im Kurs. So nutzen 90 Prozent der 10- bis 17-Jährigen Messaging-Dienste und ähnliche Kommunikationsmöglichkeiten. Jeder Zweite stellt eigene Fotos ins Netz, jeder Vierte beteiligt sich an Diskussionsforen. Viele Eltern nehmen das ernst und begleiten ihre Kinder aktiv im Internet. So darf jeder zweite Nutzer zwischen 7 und 17 Jahren nur zeitlich begrenzt online gehen. Fast genauso viele junge Surfer werden von ihren Eltern über rechtliche Risiken im Netz aufgeklärt. 38 Prozent der Eltern sprechen mit ihren Kindern über deren Online-Erfahrungen, und jeder vierte Erziehungsberechtigte setzt spezielle Software ein, die etwa vor Gewalt- oder Sexualdarstellungen schützt. Jeder Sechste mischt sich überhaupt nicht in die Internetnutzung seiner Kinder ein. 31 Prozent der Eltern meinen, sie seien nicht in der Lage, die Web-Aktivitäten ihrer Kinder zu kontrollieren. 32 Prozent sagen, es fehlen ihnen Informationen über den Schutz von Kindern im Internet.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom

7.7.2009

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Zulässigkeit von Kindergärten in Wohngebieten verbessern

Sonntag 5. Juli 2009 von PresseSt

Die Bundesregierung soll die bauplanrechtliche Zulässigkeit von Kindergärten, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen in reinen Wohngebieten „effizient“ verbessern.

Dies fordern die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD in einem Antrag (16/13624), der am 2. Juli im Bundestag beraten wird. Soweit diese Einrichtungen überwiegend der Betreuung von Kindern dienen, die in den jeweiligen Gebieten wohnen, sollen diese Einrichtungen in der Baunutzungsverordnung auch in reinen Wohngebieten generell für zulässig erklärt werden, heißt es weiter. Um die Rechtsicherheit für solche Einrichtungen zu erhöhen, müssen auch die derzeit geltenden Regelungen des Lärmschutzes weiterentwickelt werden.

Die von den Kinderspielplätzen und Kindergärten ausgehenden „natürlichen Geräusche“ hätten unter einem besonderen Toleranzgebot der Gesellschaft zu stehen. Diese sollten daher zukünftig regelmäßig nicht mehr als so genannte schädliche Umweltauswirkungen für die Nachbarschaft bewertet werden können und damit grundsätzlich auch k eine wesentlichen Beeinträchtigungen für benachbarte Grundstücke darstellen, fordern die Fraktionen.

Quelle: heute im bundestag vom 2.7.2009

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SOS-Kinderdörfer stärken die Familien

Montag 18. Mai 2009 von PresseSt

(11) SOS-Familienzentren und SOS-Kinderdörfer stärken die Ressourcen der Familien
Anlässlich des Internationalen Tags der Familie am 15. Mai weist SOS-Kinderdorf e.V. auf aktuelle Entwicklungen und Trends in seinem Kernbereich, der familienähnlichen Betreuung in der Kinderdorffamilie, hin. Kinder und Familien zu stärken, ist oberstes Ziel des Vereins. „Wir sind Familie!“ ist der Leitsatz, nach dem alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter agieren. Dies fängt in den SOS-Kinderdörfern an, in denen die SOS-Kinderdorfmütter und -väter mit den Kindern und Jugendlichen familienanalog leben – mit allem was dazugehört: Zuverlässigkeit, Liebe und Geborgenheit sowie Bearbeitung ganz alltäglicher Themen. Parallel dazu unterstützt SOS-Kinderdorf e.V. mit seinen Familienstärkungsprogrammen unterschiedlichste Familien in schwierigen Lebenslagen, ob Alleinerziehende, Patchworkfamilien oder Familien mit Migrationshintergrund. SOS-Kinderdorf pflanzt Bäume der Hoffnung: In vielen Ländern der Welt geraten Familien unter den Druck demografischer, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklungen. Sie sind oft nicht mehr in der Lage, ihr Auskommen zu sichern und die Erziehung sowie Bildung ihrer Kinder zu gewährleisten. Die Gefahr, dass sie unter diesem sozialen und wirtschaftlichen Druck auseinander brechen, ist groß. Darauf reagiert SOS-Kinderdorf sowohl in Deutschland als auch im Ausland mit spezifischen, breit gefächerten Hilfsangeboten. „Damit pflanzen wir weltweit Bäume der Hoffnung“, erläutert Reinhold Bauer, Geschäftsführer Personal und Pädagogik bei SOS-Kinderdorf e.V. „Die Äste symbolisieren die Vielfalt unserer Angebote, mit denen wir dazu beitragen, die Lebensbedingungen der Familien zu verbessern.“ Alle Familienstärkungsprogramme wirken präventiv. Das Ziel ist, Familien in Krisensituationen zu unterstützen, damit eine Fremdunterbringung der Kinder verhindert werden kann. Ausbau offener und ambulanter Angebote fördern Hilfe zur Selbsthilfe: In Deutschland hat SOS-Kinderdorf e.V. in seinen 46 Einrichtungen die offenen und ambulanten Angebote für Kinder und Familien erheblich ausgebaut. Offene Treffs, Mittagstisch, Kinderbetreuung, schulbegleitende Hilfen – die Palette an Angeboten ist vielfältig und immer auch den örtlichen Gegebenheiten angepasst.
Die SOS-Einrichtungen sind Treffpunkte für die Familie und die Nachbarschaft. Die Menschen erleben Gemeinschaft und können sich gleichzeitig fachlichen Rat holen. Die offene Struktur der Einrichtungen fördert die Hilfe zur Selbsthilfe: Jeder kann kommen, wann er will. Wer möchte, wird in die Aufgaben des Familienzentrums einbezogen. Die Kombination aus professioneller Fachkompetenz der SOS-Mitarbeiter und Alltagskompetenz der Besucher weckt Ressourcen und Potenziale. Die frühzeitigen, niedrigschwelligen und beziehungsorientierten Angebote helfen, die soziale Infrastruktur zu gestalten, durch die Familien gestärkt werden.
Darüber hinaus finanziert SOS-Kinderdorf e.V. Kinderdörfer und Familienstärkungsprogramme in 44 Ländern. In Afrika liegt der Schwerpunkt überwiegend in der HIV/Aids-Prävention, Beratung und Unterstützung. In Lateinamerika sowie den europäischen und asiatischen Ländern fokussieren die Programme die „Hilfe zur Selbsthilfe“. So werden zum Beispiele handwerkliche Kurse für alleinerziehende Mütter angeboten oder Netzwerke zur Kinderbetreuung gegründet, um den Müttern die Möglichkeit zu geben, den Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Familie stärken: Leibliche Eltern wohnen zeitweise im SOS-Kinderdorf. „Auch in den SOS-Kinderdörfern ist und bleibt Ziel der SOS-Kinderdorfarbeit, die Familie zu stärken“, so Reinhold Bauer weiter. „Die Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern und Familienangehörigen ist ein Selbstverständnis und damit bedeutsame Aufgabe der SOS-Kinderdorfmütter, der SOS-Kinderdorfväter und all unserer anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ In der Praxis sieht das so aus: In den SOS-Kinderdörfern sind zum Beispiel die leiblichen Eltern eingeladen, zeitweise mit ihren Kindern im SOS-Kinderdorf zu wohnen. Auf diesem Weg üben Eltern wie Kinder das Familienleben und lernen, ihre Beziehung zu verbessern und zu stabilisieren. Die Eltern erleben im Kinderdorf am Beispiel der Kinderdorfmutter, wie man den Alltag für die Entwicklung von Kindern positiv und kinderfreundlich gestalten kann. „Um den aktuellen Anforderungen der Gesellschaft und den Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Eltern gerecht zu werden, erweitern wir ko nstant unser bestehendes Angebot und integrieren zudem immer auch neue pädagogische Ansätze“, schließt Reinhold Bauer. „Ob in Deutschland oder international, wir setzen alles daran, die Situation von Familien und familienähnlichen Lebensgemeinschaften bestmöglich zu gestalten.“
Weitere Informationen über SOS-Kinderdorf unter www.sos-kinderdorf.de
Quelle: ots-Originaltext: SOS-Kinderdorf vom 12.5.2009

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Was fordern Kinder von Politikern?

Montag 11. Mai 2009 von PresseSt

Bundesweite Umfrage zur Bundestagswahl: Was fordern Kinder von Politikern?

Das Aktionsbündnis Kinderrechte (Deutsches Kinderhilfswerk, Deutscher Kinderschutzbund, (UNICEF) ruft alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland auf, sich aktiv in den Bundestagswahlkampf einzumischen. Das Aktionsbündnis startet dazu jetzt eine Online-Umfrage:  Auf www.kindersache.de können Mädchen und Jungen einen Themenkatalog zu den für sie wichtigsten politischen Fragen festlegen. Das Aktionsbündnis wird die Forderungen und Fragen der Kinder Parteien und Politikern zur Beantwortung vorlegen und die Antworten aus der Politik noch vor der Bundestagswahl öffentlich zur Diskussion stellen.
Ziel der Aktion ist es, Kindern und Jugendlichen eine Plattform für ihre Themen und Fragen zu geben und ihnen so zu ermöglichen, ihr durch die UN-Kinderrechtskonvention verbrieftes Recht auf Beteiligung an politischen und gesellschaftlichen Diskussionen wahrzunehmen. Viele Studien zeigen, dass Kinder und Jugendliche sich für Politik interessieren und an ihr teilhaben wollen. Dazu gibt es in Deutschland bislang aber noch zu wenige Möglichkeiten.  Nur wenn Kinder und Jugendliche ihr Recht auf politische Beteiligung wahrnehmen können, haben sie auch die Chance, unmittelbar demokratische Erfahrungen zu machen. Das Aktionsbündnis appelliert an Politiker, Kinder als Experten in eigener Sache ernst zu nehmen. Im Interesse der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft muss ihren Anliegen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Umfrage soll dazu beitragen, Politiker für die Anliegen von Kindern zu sensibilisieren und sie zu politischen Themen mit Kindern ins Gespräch zu bringen. Im Bundestagswahlkampf versucht jede Partei „ihr“ Klientel anzusprechen, Kinder finden sich bislang leider nicht darunter. Doch haben Kinder ihre eigene Sicht auf gesellschaftliche Herausforderungen und können in einem angemessenen Rahmen sehr gut bestimmen, welche Position ihren Interessen entspricht.

Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnisses Kinderrechte vom 5.5.2009

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Hilfen für Familien mit Kleinkindern möglichst früh

Montag 16. März 2009 von PresseSt

Experten: Hilfen für Familien mit Kleinkindern sollten möglichst früh  einsetzen

Darin waren sich die Sachverständigen am 2. März 2009 bei einer öffentlichen Anhörung der Kinderkommission des Bundestages zum Thema „Neue Konzepte früher Hilfen” einig. Sechs Experten schilderten ihre Ideen, wie Hilfskonzepte für junge Familien mit Neugeborenen gestaltet werden sollen. Wolfram Hartmann vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. machte zunächst darauf aufmerksam, dass frühe Hilfen grundsätzlich allen Familien angeboten werden müssten. Die Kooperationsbereitschaft sei größer, wenn Hilfsangebote nicht als Stigma wahrgenommen werden; außerdem falle so
keine Risikofamilie durchs Raster. Ein Imageproblem beobachtete auch Alexandra Marianne Sann, die für das Deutsche Jugendinstitut e.V. Stellung nahm. „Hilfen werden nicht angenommen, weil die Familie dann sofort als potenzielle Kindesmisshandler gelten”, sagte sie. Auch sie forderte eine breitere Versorgung mit Hilfsangeboten und gleichzeitige eine Klärung der rechtlichen Grundlagen. Heinz Hilgers, der den Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e.V. vertrat, stellte sein so genanntes Dormagener Modell vor. In Dormagen besuchen Mitarbeiter des Jugendamtes jede Familie eines Neugeborenen. Dadurch konnte erreicht werden, so Hilgers, dass dort ausnahmslos alle Dreijährigen im Kindergarten angemeldet sind. Generell betonte er aber, dass die gesetzliche Grundlage für diese Maßnahme schon gegeben sei und eine Verbesserung der frühen Hilfen vor allem auf eine grundsätzliche Hilfsbereitschaft und Wertschätzung gegenüber jeder Familie zurückzuführen sei.

Wie wenig Geld bundesweit für Prävention ausgegeben wird, beklagte Peter Lukasczyk. Er leitet die Abteilung soziale Dienste beim Jugendamt der Stadt Düsseldorf. „Die Leute sollen Prävention – auch in Problemlagen”, betonte er und forderte mehr Investitionen im kommunalen Bereich. Wie Lukasczyk sah auch Angela Nieting vom Deutschen Hebammenverband e.V. vor allem finanzielle Probleme. Als Familienhebamme habe sie eine besondere Vertrauensbeziehung zur Familie, könne früh Probleme erkennen und gegensteuern. Allerdings werde diese soziale Arbeit einer Hebamme im Gegensatz zur normalen medizinischen Tätigkeit nicht bezahlt.
Möglichst früh solle mit der Hilfe begonnen werden, denn schon in den ersten Wochen könnten Traumata entstehen, die schwerwiegende Folgen für Familie und Kind haben könnten. Diese Forderung unterstütze auch Cordula Stucke, die in ihrer Arbeit beim Kinderschutzzentrum Hamburg ähnliche Beobachtungen gemacht hat. „Frühe” Hilfe begriff sie vor allem als Hilfe zu einem Zeitpunkt, zu dem noch kein Unglück passiert ist und zu dem das Kind noch sehr jung ist.
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Bundestags vom 2.3.2009

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Gute Noten für die Familienpolitik

Mittwoch 18. Februar 2009 von PresseSt

Die Bevölkerung gibt der Familienpolitik gute Noten. Zu diesem Ergebnis kommt der “Familienreport 2009″, den die zuständige Ressortchefin, Ursula von der Leyen, am Montag in Berlin vorstellte. Laut Allensbach-Umfrage sind 50 Prozent der Bürgerinnen und Bürger der Auffassung, dass sich seit 2005 “die Bedingungen für Familien mit Kindern verbessert” haben. Besonders gut schneidet das Elterngeld ab: Drei Viertel der Befragten bewerten es positiv, bei den jungen Eltern ist die Zustimmung sogar noch größer. Das gleiche gilt für den Ausbau der Kinderbetreuung.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen

“Wer Familien stärkt, stabilisiert die ganze Gesellschaft”.

Dass die Menschen der Familienpolitik einen hohen Stellenwert beimessen, belegen auch andere Ergebnisse des Familienreports: So sind 71 Prozent der Bevölkerung laut Allensbach dafür, dass der Staat Familien noch mehr unterstützen sollte als bisher. Dies gilt insbesondere für Geringverdiener, Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Zwar ist der Anteil der Alleinerziehenden leicht rückläufig, aber flexible Kinderbetreuung und soziale Netze spezifischer Art werden weiterhin gebraucht. Alleinerziehende seien genauso leistungsbereit wie andere, wollten wirtschaftlich unabhängiger sein und “sind gut ausgebildet”, betonte von der Leyen. Dennoch beziehen 40 Prozent der Alleinerziehenden SGB II  – das sind rund 660.000 Personen mit rund 1 Mio. Kindern.

Familien auf der Überholspur

Obwohl das Modell der Familie schon öfters tot gesagt wurde, tatsächlich wird es für die Menschen immer wichtiger: Mehr als drei Viertel der Befragten ist die Familie “sehr wichtig”. Laut Eurobarometer 2008 geben 90 Prozent der Deutschen an, mit ihrem Familienleben zufrieden oder sehr zufrieden zu sein. Auch schätzen und unterstützen sich die Generationen gegenseitig. Die Zahl der Ehescheidungen sinkt seit 2005, eine Entwicklung zur “Single-Gesellschaft” sei nicht zu erkennen. Selbst der Realisierung von Kinderwünschen stehen heute deutlich weniger Hinderungsgründe entgegen als noch vor einigen Jahren. Dies bestätigt die erfreuliche Geburtenentwicklung seit 2007, die sich laut Statistischem Bundesamt auch im Jahr 2008 fortsetzte.

“Familienfreundlichkeit ist ein Wachstumstreiber”

Daneben kann eine nachhaltige Familienpolitik das Wachstum einer Volkswirtschaft jährlich um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigern, unterstrich von der Leyen. Investitionen in frühe Förderung von Kindern und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen nachweislich für hohe ökonomische Renditen. Expertisen renommierter Institute belegen, dass eine verbesserte Vereinbarkeit dem Staatshaushalt bis zu 70 Mrd. Euro jährlich einbringt. Abgesehen davon helfen familienbezogene Leistungen des Staates, die Einkommen und damit die Konsumnachfrage, insbesondere im unteren Einkommensbereich, zu sichern.

In diesem Zusammenhang machte die Familienministerin deutlich, dass sich neben dem Elterngeld auch der veränderte Kinderzuschlag sowie Kindergeld und Wohngeld finanziell stabilisierend auf die Familieneinkommen auswirken. Die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe zudem in vielen Familien zur Folge, dass beide Eltern zum Familieneinkommen beitragen könnten und so die finanziellen Risiken sinken. Der Ausbau der Kinderbetreuung ermögliche dabei auch denjenigen eine Erwerbstätigkeit, die bislang für ihre Kinder auf ALG II-Leistungen angewiesen waren.

Mit dem Familienreport, der von nun an in Abstimmung mit der Bundesregierung jährlich erscheinen soll, liegt zum ersten Mal eine umfassende Darstellung von Daten und Trends rund um Familien und Familienpolitik in Deutschland vor.

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