Rainer Feit

Ostseebad Binz

Archiv für die 'öffentliche Sicherheit und Ordnung' Kategorie

Hände weg von Lauflernhilfen

Mittwoch 24. August 2011 von Rainer Feit

Aus aktuellem Anlass rät die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. erneut dazu, auf Lauflernhilfen zu verzichten. Ihre Verwendung birgt ein hohes Risiko: Unfälle mit diesen Geräten haben für Kleinkinder oft sehr ernste Verletzungen zur Folge. „Jeder dieser Unfälle wäre vermeidbar, wenn Eltern Lauflernhilfen erst gar nicht verwenden würden“, betont BAG Geschäftsführerin Martina Abel.
Vergangene Woche erlitt ein sieben Monate altes Baby einen Ertrinkungsunfall.

Ausgangspunkt war eine Lauflernhilfe mit weit auseinanderstehenden Beinen. Der große Abstand zwischen beiden Beinen verhinderte, dass das Gerät umstürzte, als das Kleine sich mit seinem Oberkörper hinunterbeugte und dabei mit dem Kopf in einen in der Nähe stehenden Wassereimer gelangte. Das Kind konnte sich nicht aus dieser Lage befreien und wäre beinahe ertrunken. Es hat zwar überlebt, erlitt aber eine massive Hirnschädigung und wird ein
Leben lang schwerstbehindert sein.
Schon seit Jahrzehnten ist bekannt, dass Lauflernhilfen Babys und Kleinkinder mehr gefährden als dass sie ihnen nützen. Die unter dem Namen „Gehfrei“, „Lauflernhilfe“ oder „Babywalker“ im Handel erhältlichen Produkte sind Plastikgestelle auf Rollen mit eingebautem Sitz. Die Kinder hängen in einer Art Hosengurt und stoßen sich mit den
Zehenspitzen vom Boden ab. Sie bewegen sich mit unnatürlich hoher Geschwindigkeit und kommen mit gefährlichen Gegenständen in Berührung. Das Laufen erlernen sie dabei nicht – im Gegenteil: Je häufiger sie in diese Geräte gestellt werden und damit durch die Wohnung fahren, desto empfindlicher wird ihre natürliche motorische Entwicklung gestört. „Lernlaufhilfen bieten ihnen Bewegungsmöglichkeiten, die zwar ihren Aktionsradius erweitern, aber natürliche Bewegungsabläufe und Lernprozesse stark einschränken. Außerdem unterschätzen erwachsene Aufsichtspersonen mögliche Gefahrenquellen, die durch den erweiterten Spielraum der Kleinkinder entstehen“, sagt Abel.
Lauflernhilfen sind sehr unfallträchtig und wurden deshalb zum Beispiel in Kanada vom Markt verbannt. In Deutschland dagegen werden Babys bereits ab dem Alter von sechs Monaten in die geräderten Plastikgestelle gesetzt. Schwere Unfälle sind damit unausweichlich: Oft stürzen die Kleinen mitsamt Lauflernhilfe über Türschwellen oder fallen Treppen hinunter. Kopfverletzungen – von Schürfwunden bis zu Schädelbrüchen – sind dabei die häufigste
Verletzungsfolge. In anderen Fällen erleiden die Kinder Verbrühungen, da sie durch die größere Reichweite im Babywalker an Tassen mit heißer Flüssigkeit oder an Küchengeräte gelangen. Die Kinder ziehen an Tischdecken oder an Kabeln von Wasserkochern, reißen sie herunter und übergießen sich. Auch Vergiftungsunfälle sind dokumentiert, bei denen Kinder über die Lauflernhilfe nach Medikamenten oder Zigaretten greifen konnten.
Der aktuelle Fall, bei dem ein weiterer Unfallmechanismus – das Ertrinken – in Zusammenhang mit Lauflernhilfen bekannt geworden ist, ist ein trauriges Beispiel dafür, dass Unfälle immer und überall passieren können. Manchmal geschehen sogar Dinge, die man sich vorher kaum vorstellen kann. Eltern sind dem aber nicht machtlos ausgeliefert. Diese Unfälle lassen sich ganz einfach ausschließen, indem Erwachsene zum Beispiel auf den Kauf von Produkten verzichten, die als unfallträchtig bekannt sind. Der Rat der BAG Mehr Sicherheit für Kinder lautet daher: „Hände weg von Lauflernhilfen!“

Quelle: Pressemitteilung der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder
e.V. vom 18.7.2011

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Kindersterblichkeitsrate seit 1990 um ein Drittel gesunken

Mittwoch 22. September 2010 von Rainer Feit

Mehr Kinder überleben: Kindersterblichkeitsrate seit 1990 um ein Drittel gesunken

Die weltweite Kindersterblichkeitsrate geht weiter zurück: Im Vergleich zu 1990 ist die Zahl der Kinder, die ihren fünften Geburtstag nicht erleben, um ein Drittel von jährlich 12,4 Millionen auf 8,1 Millionen (2009) gesunken. 1990 lag die Kindersterblichkeitsrate bei 89 Kindern von 1.000 Lebendgeburten; 2009 waren es 60 von 1.000. Das ist das Ergebnis einer neuen Schätzung der Vereinten Nationen, die UNICEF am 17. September weltweit veröffentlicht.
Die gute Nachricht ist, dass den neuen Schätzungen zufolge weltweit jeden Tag 12.000 Kinder weniger sterben als noch 1990. Dennoch geht die stille Tragödie in den ärmsten Ländern der Welt weiter. Jeden Tag sterben nach wie vor rund 22.000 Kinder unter fünf Jahren, etwa 70 Prozent davon bereits in ihrem ersten Lebensjahr. Haupttodesursachen sind vermeidbare oder behandelbare Krankheiten wie Durchfall oder Lungenentzündung.
Am 20. September beginnt in New York der Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen. Die Regierungen hatten in einem Aktionsplan versprochen, die Kindersterblichkeit bis zum Jahr 2015 um zwei Drittel gegenüber dem Wert von 1990 zu senken.
Die Todesfälle von Kindern sind weltweit sehr ungleich verteilt. Rund die Hälfte entfiel im Jahr 2009 auf nur fünf Länder: Indien, Nigeria, die Demokratische Republik Kongo, Pakistan und China. Kinder aus den ärmsten Bevölkerungsgruppen und Kinder in ländlichen Gebieten tragen das höchste Risiko.
Am schlechtesten sind die Überlebenschancen nach wie vor im südlichen Afrika, wo eines von acht Kindern vor seinem fünften Geburtstag stirbt; in Südasien überlebt eines von 14 Kinder nicht.
Obwohl die Kindersterblichkeitsrate zwischen 1990 und 2009 schneller zurückgegangen ist als im Jahrzehnt davor, sinkt sie noch lange nicht schnell genug. Vor allem im südlichen Afrika, in Südasien und in Ozeanien kann mit der aktuellen Entwicklung das Millenniumsziel Nummer 4, die Kindersterblichkeit bis 2015 um zwei Drittel zu senken, nicht erreicht werden.

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Kinderlachen ist Zukunftsmusik, kein Industrielärm

Freitag 3. September 2010 von PresseSt

Als seit langem überfälligen Schritt bezeichnet der Deutsche Familienverband die Ankündigung der Bundesregierung, Klagen gegen Kinderlärm und Kindertagesstätten in Wohngebieten künftig zu erschweren. „Es ist eine Schande für die Gesellschaft, dass Kinderlachen und Spielgeräusche wie Maschinenlärm und Motorengedröhn als „schädliche Umwelteinwirkung“ im Sinne des Immissionsschutzrechts behandelt werden und dass landauf landab Kitas und Spielplätze hinter meterlangen Lärmschutzwänden verschwinden müssen oder gleich ganz geschlossen werden. Damit wird die Welt für unsere Kinder immer enger. Es gehört endlich in alle Köpfe und Herzen hinein: Kinderlachen und Kinderstimmen sind Zukunftsmusik, und ein Wohngebiet, in dem keine Kinder mehr zu hören sind, ist nicht lärmberuhigt, sondern tot“, so der Präsident des Verbandes Dr. Albin Nees.

Der Deutsche Familienverband weist jedoch darauf hin, dass die jetzige Gesetzesinitiative erst ein Anfang sein kann: „Vor allem Familien mit mehreren Kindern wissen aus leidvoller Erfahrung, dass viele Nachbarn nicht nur auf Kindertagesstätten allergisch reagieren, sondern auch auf spielende Kinder im Wohnhaus und in der Nachbarschaft. Kinder müssen überall das Recht haben, sich ihrem Alter gemäß zu bewegen und entfalten zu können – und das geht eben nicht immer mucksmäuschenstill ab. Ein Recht auf Bewegung und Entfaltung in ihrem Wohnumfeld haben übrigens auch Jugendliche. Deshalb gehören zum Beispiel auch Bolzplätze, die bislang wie große Sportanlagen behandelt werden und die viele am liebsten ganz an den Stadtrand abschieben würden, in ein Gesetzespaket  und in die Wohngebiete hinein“, so Nees.  „Ich bin mir sicher, dass Menschen, die vor Gericht gegen Kinder klagen, nicht böse und kinderfeindlich sind. Sie sind ganz einfach kindentwöhnt, weil es immer weniger Kinder in unseren Nachbarschaften gibt. Traurig, wenn hier nur Gesetze helfen, aber nicht zu ändern. Umso wichtiger ist es, Kinder samt ihrem Lachen, Schreien und Toben wieder in den Alltag zu bringen und mehr Menschen mehr Mut zu mehr Kindern zu machen, damit alle miteinander wieder die Freude am Lachen und an gegenseitiger Toleranz lernen“.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes vom 31.8.2010

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Bevölkerungsschutz hat sich bewährt

Donnerstag 24. Juni 2010 von PresseSt

Das Jahr 2009 hat gezeigt, dass Deutschland auch dank der vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer im Bevölkerungsschutz für die Herausforderungen gut gerüstet ist”, betonte Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière heute in Bonn. Im Rahmen seines Besuches beim  Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und beim Technischen  Hilfswerk (THW) stellte der Bundesinnenminister die Jahresberichte 2009 der beiden Behörden der Öffentlichkeit vor.
Viel zu schnell gerieten die Leistungen der Freiwilligen in Vergessenheit. Daher sei es umso wichtiger, das Geleistete zu bilanzieren und darauf aufzubauen. “Gerade in Zeiten, in denen Katastrophen in weiter Ferne zu sein scheinen, ist man geneigt, die Bedrohungen zu verdrängen”, sagte der Minister. Während Brandenburg zum Beispiel bei den jüngsten Hochwassern glimpflich davon gekommen sei, sehe sich Polen einem der größten Hochwasser der vergangenen Jahre ausgesetzt.

Die ehrenamtlichen Kräfte des THW waren in 2009 fast 500.000 Stunden im Einsatz. Dabei ist besonders die Arbeit des THW an der Unglücksstelle des Kölner Stadtarchivs in Erinnerung geblieben.  Rund um die Uhr suchten die Einsatzkräfte im März 2009 nach Verschütteten, bargen wertvolle Archivgüter und überwachten die einsturzgefährdeten Nachbargebäude. Auch die Wiederaufbauhilfe im  italienischen Dorf Onna nach dem Erdbeben im April ist ein wichtiges Kapitel der THW-Geschichte -  denn die Hilfe trug neben der Linderung der Erdbebenfolgen auch zur Versöhnung Deutschlands mit  Onna bei, das im 2. Weltkrieg Opfer von Kriegsverbrechen der Wehrmacht wurde.

Die Förderung des Ehrenamtes war unter anderem ein Fokus der strategischen Ausrichtung des THW im Jahr 2009. In Zeiten von Wirtschaftskrise und kritischen Arbeitsmarktbedingungen setzte das THW auf  Aus- und Fortbildungen, die neben erfolgreichen Einsätzen dazu beitragen, THW-Kräfte auch für ihre  berufliche Tätigkeit weiterzuqualifizieren. Dies schafft sowohl Anreize für freiwillige Helferinnen und Helfer als auch für Arbeitgeber.

“Rund 600.000 Freiwillige engagieren sich bei den großen Hilfsorganisationen; rund 1,1 Millionen freiwillige Feuerwehrleute und rund 80.000 Freiwillige beim Technischen Hilfswerk kommen hinzu”, erklärte Bundesinnenminister Dr. de Maizière. “Auf all diese Menschen ist Verlass. Sie bilden das  Rückgrat unseres Systems der nationalen Notfallvorsorge, um das uns weltweit viele Staaten beneiden.”

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“Sexueller Mißbrauch” – Grüne lehnen Netzsperren entschieden ab

Donnerstag 27. Mai 2010 von PresseSt

Die Grünen fordern in einem Antrag (17/1584) die Bundesregierung auf, sie solle auf europäischer Ebene darauf hinwirken, dass die Zusammenarbeit der Staaten bei einer „effektiven und rechtsstaatlich angemessenen“ Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern verbessert wird.

In diesen Zusammenhang müsse den Planungen der Europäischen Kommission entgegentreten werden, auf Internetsperrungen zurückzugreifen. Dies bezeichnet die Fraktion als „untaugliches und letztendlich kontraproduktives Instrument“. Es sei „entschieden abzulehnen“, wenn die EU-Kommission durch eine Richtlinie versuche, in den EU-Mitgliedstaaten ein Verfahren durchsetzen, dessen Wirkungslosigkeit  „offensichtlich“ ist.

Quelle: heute im bundestag vom 12.5.2010

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Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2009

Mittwoch 19. Mai 2010 von PresseSt

Wie bereits in den Vorjahren ist auch im Jahre 2009 die polizeilich registrierte Kriminalität  rückläufig. Im Berichtszeitraum 2009 sind die Straftaten um 1,0 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.  Insgesamt wurden 6.054.330 Straftaten registriert. Die Quote bei der Aufklärung von Straftaten liegt mit 55,6 % auf dem höchsten Stand seit Einführung der gesamtdeutschen PKS 1993.
Bundesinnenminister Dr. de Maizière erklärte dazu: “Weniger gemeldete Straftaten bei gleichzeitig steigender Aufklärungsquote – der positive Trend der Vorjahre hat sich auch 2009 fortgesetzt. Diese Erfolge wurden einmal mehr durch die hervorragende Arbeit unserer Polizei möglich. Mein ganz persönlicher Dank gilt deshalb vor allem den Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Länder und des Bundes, die täglich mit großem Engagement einen oft schwierigen Dienst tun. Zu Recht gehört die Polizei zu den vertrauenswürdigsten Institutionen unseres Landes und genießt in der Bevölkerung nach wie vor ein hohes Ansehen.  Besonders würdigen möchte ich an dieser Stelle auch die hervorragende Arbeit der Polizei im Bereich  der Kriminalprävention. Mit dem Programm Polizeiliche Kriminal-prävention der Länder und des Bundes ist es gelungen, die Bevölkerung – und hier insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene – über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären.”

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Anzahl der Gewaltdelikte wider, die im Berichtszeitraum um 1,2 % auf 208.446 Straftaten zurückgegangen sind. Der Rückgang ist vor allem auf die Abnahme im  Bereich der Raubdelikte zurückzuführen. Gegenüber dem Vorjahr gingen diese um 1,2 Prozent auf 49.317 Straftaten zurück. Rückläufig entwickelte sich im Bereich der Gewaltkriminalität auch die Zahl der erfassten Fälle der gefährlichen und schweren Körperverletzung mit einem Minus von 1,3 % (149.301 Straftaten).  Besonders signifikant ist – wie schon in den Vorjahren – der erneute Rückgang bei den jugendlichen Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 18 Jahren. Zurückgegangen sind in dieser Altersgruppe insbesondere die Anzahl der Tatverdächtigen bei der Gewaltkriminalität um fast 9 Prozent (2008: 43.574; 2009: 39.722) sowie bei der in der Gewaltkriminalität enthaltenen gefährlichen und schweren Körperverletzung um 9,4 Prozent (2008: 35.384; 2009: 32.072). Die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen bei Körperverletzungsdelikten ist um 7,2 % von 66.719 Fällen im Jahr 2008 auf 61.940 im Jahr 2009 zurückgegangen. Bei Sachbeschädigungsdelikten ist die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen um 10,1 % von 47.730 Delikten im Jahr 2008 auf 42.907 Delikte im Jahr 2009 gesunken.

Wie in den Vorjahren dominierten auch im Jahr 2009 die Diebstahlsdelikte mit einem Anteil von 38,7 Prozent das Kriminalitätsgeschehen. Gegenüber dem Vorjahr sind diese Straftaten um 4,0 Prozent auf 2.344.646 Fälle gesunken. Das sind die niedrigsten Fallzahlen seit Beginn der Erhebung einer gesamtdeutschen Statistik im Jahr 1993. Bei den Rauschgiftdelikten wurden ebenfalls erneut niedrigere Fallzahlen registriert. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % (von 239.951 auf 235.842 Fälle) zurückgegangen.

Weitere Zahlen und Informationen finden Sie in der kompletten Polizeilichen Kriminalstatistik 2009.

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2009 sind 24 Vorschulkinder ertrunken

Montag 3. Mai 2010 von PresseSt

DLRG mahnt Eltern zur Wachsamkeit: 2009 sind 24 Vorschulkinder ertrunken
Im Jahr 2009 sind 24 Kinder im Vorschulalter ertrunken. Allein in sieben Fällen wurde der heimische Gartenteich oder der Swimmingpool den Kleinen zum Verhängnis. Die Kinder waren nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) alle im Alter von einem bis vier Jahren.
„Die Unfallanalysen belegen einmal mehr, dass Unachtsamkeit und Sorglosigkeit der Eltern und Erziehungsberechtigten häufig die Ursachen des Kleinkinderertrinkens sind. Sie müssen wissen, dass selbst ein kleiner Teich mit wenigen Zentimetern Wassertiefe für die Kleinsten zur tödlichen Bedrohung werden kann“, erklärt DLRG-Generalsekretär Ludger Schulte-Hülsmann. In den anderen 17 Fällen ertranken Kleinkinder in Gewässern in der Nähe der elterlichen Wohnung oder dem Schwimmbad.
Kleine Kinder werden vom Wasser magisch angezogen, deshalb empfehlen die Sicherheitsexperten der DLRG, ihre Sprösslinge beim Spielen im Garten oder in der Nähe von Gewässern nicht aus den Augen zu lassen. „Wachsamkeit ist in Gärten mit Teichen, Swimmingpools und angrenzenden natürlichen Gewässern der beste Unfallschutz“, so der Generalsekretär weiter. Eine Reihe von Ländern propagiert zur Vorbeugung sogar die rigorose Einzäunung dieser Gefahrenquellen.
Kleinkinder bedürfen der ständigen Aufsicht, damit sie sich nicht den Gefahren in ihrer Umgebung aussetzen, die sie aufgrund ihrer Unerfahrenheit und Unbesonnenheit noch nicht erkennen und beherrschen können. Zur Abwehr dieser Gefahren ist zu allererst der Aufsichtspflichtige zuständig, weil ein umfassender Schutz nur durch die lückenlose Beaufsichtigung der Kinder gewährleistet ist.
Eltern können aber noch mehr tun: In speziellen Wassergewöhnungskursen der DLRG können die Kleinsten in spielerischer Form frühzeitig wichtige Bewegungen und lebensrettende Verhaltensweisen im Wasser erlernen, noch bevor sie richtig schwimmen können. Die DLRG bietet in vielen Städten und Gemeinden Schwimmkurse für Kinder an, die von erfahrenen Ausbildern geleitet werden. In Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner NIVEA führt die DLRG in Kindergärten zudem seit Jahren Informationsveranstaltungen für Kinder und Eltern durch, um kindgerecht auf spielerische Art und Weise frühzeitig über Wassergefahren aufzuklären und richtiges Verhalten bei Unfällen zu üben.
Quelle: ots-Originaltext: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft vom 29.4.2010

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Aktionsbündnis Katastrophenhilfe in Haiti: Wiederaufbau mit den Ärmsten

Freitag 23. April 2010 von PresseSt

Aktionsbündnis Katastrophenhilfe in Haiti: Wiederaufbau mit den Ärmsten
100 Tage nach dem verheerenden Erbeben fordern die im „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“ zusammengeschlossenen vier großen deutschen Hilfswerke rasche Investitionen in den Aufbau verlässlicher Institutionen und politischer Strukturen in Haiti. Gleichzeitig muss das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe gestärkt werden. Alle Bereiche der Gesellschaft müssen in den Wiederaufbau einbezogen werden. Nur so können die Grundbedürfnisse der Bevölkerung nach medizinischer Versorgung, Ernährung und Bildung nachhaltig sichergestellt werden. Und nur so kann aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt werden, damit sich nicht wieder Wenige auf Kosten der Mehrheit durch Korruption und Misswirtschaft bereichern. Solidarität soll das Recht des Stärkeren ersetzen.
„Die weltweite Hilfe für Haiti hat das Leid nach dem Erdbeben gelindert und unzähligen Menschen das Leben gerettet“, erklärte Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. „Aber der Neuanfang ist mühsam und braucht einen langen Atem der internationalen Gemeinschaft“.
„Jetzt muss die Stunde der Haitianer kommen. Die heißt vor allem Bildung für alle Kinder und die Ausbildung einheimischer Kräfte“, sagte Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von UNICEF Deutschland.
„Wir müssen weiter Leben retten. Die Nothilfe ist dafür das geeignete Instrument. Die internationale Gemeinschaft muss jetzt jedoch auch den Aufbau funktionierender Verwaltungen und Institutionen vorantreiben“, sagte Volker Gerdesmeier, Leiter der Programmabteilung der Diakonie Katastrophenhilfe.
„Die Hilfe muss in die Zukunft weisen. Daher reicht es nicht, Gebäude und Straßen wiederaufzubauen. Es geht für die Haitianer auch darum, eine soziale Struktur zu errichten, in der das Miteinander und die Solidarität im Mittelpunkt stehen”, sagte Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. Die im Aktionsbündnis Katastrophenhilfe zusammengeschlossenen Hilfswerke haben in Deutschland insgesamt rund 71 Millionen Euro an Spenden für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Haiti gesammelt.
Diese Mittel haben dazu beigetragen, dass bislang Epidemien und Hunger verhindert werden konnten. Doch die Not und die Herausforderungen für die Hilfsorganisationen sind weiter groß: Über 1,3 Millionen Menschen leben in Hunderten Notlagern, viele unter unhygienischen und unsicheren Bedingungen. Die sozialen und medizinischen Einrichtungen funktionieren praktisch nur durch Hilfe aus dem Ausland. Die Regierung und öffentliche Verwaltungen sind nach wie vor nicht wirklich handlungsfähig. Ein Viertel der Mitarbeiter der Verwaltungen starb beim Erdbeben. Die Organisationen des Aktionsbündnisses Katastrophenhilfe arbeiten in allen Landesteilen. Aber die meisten Hilfsorganisationen konzentrieren sich immer noch auf den Großraum Port-au-Prince. Viele haben das Land bereits wieder verlassen. Die Ausbildung von nationalen Fachkräften läuft nur langsam an und muss dringend ausgeweitet werden. Riesige Mengen Schutt behindern die Einrichtung sicherer Lager. Landbesitzer müssen dazu gebracht werden, entsprechende Plätze f reizugeben. Es muss mit erheblichen Umweltrisiken gerechnet werden – durch Regenfälle, Erdrutsche und Stürme. Schwerpunkte der Organisationen des Aktionsbündnisses: Caritas international, Diakonie Katastrophenhilfe, Deutsches Rotes Kreuz und UNICEF arbeiteten über ihre Partnerorganisationen und lokalen Büros auch schon vor dem Erdbeben in Haiti. Unmittelbar nach der Katastrophe haben sie umfassende Nothilfeprogramme gestartet und versorgen die Bevölkerung mit Trinkwasser, Nahrung, medizinischer Hilfe und richten Notschulen ein.
Caritas International, das Hilfswerk der Deutschen Caritas, unterhält Gesundheitszentren, baut Schulen auf und versorgt Betroffene mit Lebensmitteln, Medikamenten und Trinkwasser. Partner der Hilfe sind die Gemeinden und Caritas-Einrichtungen vor Ort, um diejenigen zu erreichen, die sich nicht selbst helfen können: Alte, kranke und behinderte Menschen sowie Kinder. www.caritas-international.de
Das Deutsche Rote Kreuz betreibt in Carrefour ein mobiles Krankenhaus, in dem inzwischen 30.000 Behandlungen durchgeführt wurden. 400.000 Menschen haben Material zum Bau von Unterkünften erhalten. www.drk.de
Diakonie Katastrophenhilfe versorgt Zehntausende Menschen mit Medikamenten in Gesundheitsstationen, unterstützt und baut Kliniken im ländlichen Raum, verteilt Zelte und hilft den Menschen bei der Trümmerbeseitigung und beim Aufbau erdbebensicherer Häuser. Ebenso werden Programme zur Ernährungssicherung gefördert. www.diakonie-katastrophenhilfe.de
UNICEF koordiniert die internationale Hilfe in den Bereichen Wasserversorgung, Kinderernährung, Bildung und Kinderschutz. Über eine Million Menschen werden mit Trinkwasser versorgt. 700.000 Kinder erhalten Schulmaterial. www.unicef.de
Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnis Katastrophenhilfe vom 20.4.2010

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Positive Entscheidung des Bundesrates zum Thema „Kinderlärm“

Freitag 19. März 2010 von PresseSt

Kinderhilfswerk begrüßt Entscheidung des Bundesrates zum Thema „Kinderlärm“

Der Bundesrat hat am 5. März die Bundesregierung aufgefordert, für gesetzliche Klarstellung in Sachen Kinderlärm zu sorgen (Drucksache 831/09). Der Bundesrat empfiehlt eine Änderung der Baunutzungs-verordnung, des Bundesimmissionsschutzgesetz und im Bürgerlichen Gesetzbuch.

„Wir begrüßen den Beschluss der Bundesländer, gleichzeitig können sie, wie das Land Berlin, ihre Zuständigkeit für den sozialen Lärm nutzen und das Spiel von Kindern selbst privilegieren“, so Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Die Neuregelung des Landes-Immissionsschutzgesetzes in Berlin (LImSchG Bln), die im Januar das Berliner Abgeordnetenhaus passiert hat, weist den richtigen Weg. Nun sind die anderen Bundesländer aufgefordert, das Signal aus Berlin aufzugreifen.

„Eine Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes und der Baunutzungsverordnung ist darüber hinaus richtig und wichtig. Allerdings werden davon wohl eher jüngere Kinder in Kitas, jedoch nicht ältere Kinder profitieren, die Spiel- und Bolzplätze nutzen“, so Lütkes weiter.  Auch ihnen muss es möglich sein, ihrem Bewegungsdrang im öffentlichen Raum nachzugehen. Um den durch spielende Kinder und Jugendliche erzeugten Lärm grundsätzlich zu privilegieren, ist eine Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz sinnvoll.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 5.3.2010

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Kindernothilfe in Chile

Dienstag 9. März 2010 von PresseSt

Die Kindernothilfe ist mit ihrer chilenischen Partnerorganisation ANIDE und einem  sechsköpfigen Team von erfahrenen Medizinern der humedica e.V. aus Kaufbeuren in den Süden Chiles unterwegs. Mit dabei haben sie 250 Kilogramm Notfallmedizin und Verbandsmaterial, um Kinder und Familien in den vom Erdbeben betroffenen Kindernothilfe-Projekten medizinisch zu versorgen. Die Kindernothilfe bittet um Spenden.
„Das Ausmaß der Zerstörung ist viel größer als befürchtet“, berichtet Kindernothilfe-Mitarbeiter Jürgen Schübelin. Zusammen mit dem renommierten katastrophenmediziner Professor Dr. Dr. Bernd Domres und seinem Team ist Jürgen Schübelin unterwegs nach Concepción. Hier liegen neun der insgesamt 24 Kindernothilfe-Projekte für rund 1.500 Kinder aus armen Familien. Die deutschen Helfer werden zunächst in einem Krankenhaus in Lota, in der Nähe von Concepción, eingesetzt. Mittlerweile liegen auch offizielle Einladungen mit der Bitte um Hilfe von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Chiles (IELCH) vor.

Kindernothilfe und humedica wollen das Gesundheitsprogramm EPES der Kirche unterstützen.  Im Ort Talca etwa 600 Kilometer südlich von Santiago ist die Lage katastrophal. Ein Großteil der Gebäude und Häuser ist eingestürzt; Nahrungsmittel und Wasser sind knapp. Eine Schule der Kindernothilfe für Kinder mit Behinderungen ist glücklicherweise unbeschadet geblieben. Mitarbeiter des Projektes versuchen jetzt Kontakt zu den Kindern und ihren Familien
aufzunehmen.
Die Kindernothilfe arbeitet seit 1969 in Chile und fördert dort zusammen mit ihren Partnern  über 3.000 Kinder. Sie unterstützt Tagesstätten, Förder- und Rehabilitationsprogramme für Kinder mit Behinderungen sowie gemeinwesenorientierte Arbeit mit Familien in Armenvierteln.
Die Kindernothilfe ruft zu Spenden auf: Spenden unter dem Stichwort „Erdbeben Chile“,

Konto-Nummer: 880 990, KD Bank Dortmund, 350 601 90

Quelle: Presseinformation der Kindernothilfe vom 2.3.2010

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